Unterhaltungsmedien und die Botschaft aus dem Licht: Christliche Filme. Teil 1

Ihr wähnt, daß göttliche Allweisheit Euer Menschendenken und Empfinden „wissen“ soll. Dieser Begriff verlangt oder erwartet also von göttlicher Weisheit unbegrenztes Eingehen und Einstellen auf das persönlichste und kleinste Denken eines jeden einzelnen hier auf der Erde und in allen Welten! Ein Betreuen und Verstehen jedes kleinen Menschengeistes, und noch mehr: ein Sich-darum-Bekümmern!
Solches Wissensollen ist nicht Weisheit! Weisheit ist viel größer, weit darüber stehend.
In der Weisheit liegt
Vorsehung! […]
Vorsehung ist
göttliches Wirken, sie liegt verankert in göttlicher Weisheit, der Allweisheit. Und die Allweisheit ist zur Tat geworden in den göttlichen Gesetzen dieser Schöpfung! Darin ruht sie, darin ruht auch die Vorsehung und wirkt sich aus den Menschen gegenüber.
Denkt Euch also nicht, daß die Allweisheit Gottes Euere Gedanken kennen soll und wissen, wie es Euch irdisch ergeht. Das Wirken Gottes ist ganz anders, größer und umfassender. Gott umspannt mit seinem Willen alles, erhält alles, fördert alles aus dem lebendigen Gesetz heraus, das jedem einzelnen
das bringt, was er verdient, das heißt, was er sich wob.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Allweisheit“)

Seit mehreren Jahren erlebt Hollywood das Aufkommen einer speziellen Art von Produktionen: Nach christlichem Glauben ausgerichtete Filme. Gerade in den USA ist das Publikum dafür zahlreich vorhanden, aber auch Südamerika stellt einen großen Markt dar. Während „Godlywood“ lange Zeit eine eher belachte und Amateurproduktionen vorbehaltene Nische war, kam für die Studios 2006 die Überraschung, als Facing the Giants von den Gebrüdern Alex und Stephen Kendrick an seinem Eröffnungswochenende die Millionengrenze an Einspielergebnissen überschritt. Von nun an mußte Hollywood umdenken.
Zwar bleiben christliche Filme im Alltagsgeschäft rar. Doch insbesondere die Kendrick-Brüder sind inzwischen Garanten für Erfolgsproduktionen und vertreiben ihre Filme in Zusammenarbeit mit dem großen kommerziellen Studio Tristar. Ihr neuester Film, War Room, schaffte es an seinem zweiten Wochenende sogar auf Platz 1 des Box Office. Grace Unplugged wiederum investierte in professionelle Darsteller, was nicht unwesentlich zu seiner Qualität beiträgt.
Die meisten christlichen Filme sind mit Laienschauspielern besetzt und entstehen häufig in Kooperation mit einer großen Kirchengemeinde. Entsprechend ist das Budget gering, und die Qualität des Endergebnisses hängt erheblich von den technischen und darstellerischen Fähigkeiten der Beteiligten ab.
Für nicht-christliche Zuschauer ist es oftmals schwer, sich in der Handlung zu verlieren oder angesichts ihrer wahrhaft wundersamen Wendung zum Happy End nicht ungläubig zu lächeln. Auch den Aussagen der Filme kann man nicht unbedingt immer zustimmen, zumal angesichts des mitunter starken fundamentalistischen Einschlags des Christentums in den USA, der Politik, Gesellschaft und Wissenschaft zu beeinflussen versucht, ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Was beim christlichen Publikum für Begeisterungsstürme sorgt, entlockt dem nicht-christlichen Zuschauer mitunter ein skeptisches Stirnrunzeln.

Wunder nach den Vorstellungen vieler an Gott glaubender Menschen gibt es nicht! Diese halten ein Wunder für etwas außerhalb der Naturgesetze Geschehendes, sogar für etwas, das allen Naturgesetzen entgegensteht. Darin erblicken sie gerade das Göttliche! Ein Wunder ist für sie etwas, das nur ihrem Gotte möglich ist, der darin seine besondere Gnade zeigt und seine Allmacht dazu anwendet.
Die armen Menschen denken sich unter Allmacht irrtümlich die Möglichkeit von Willkürakten und die Wunder als solche Willkürakte. Sie überlegen sich nicht, wie sehr sie Gott damit verkleinern; denn diese Art Wunder würden nichts weniger als göttlich sein.
Im göttlichen Wirken liegt in erster Linie eine unbedingte Vollkommenheit, ohne Fehler, ohne Lücke. Und Vollkommenheit bedingt strengste Logik, unbedingte Folgerichtigkeit in jeder Beziehung. Ein Wunder muß sich demnach nur in lückenloser Folgerichtigkeit im Geschehen auswirken. […]
Alles, was einer strengen Folgerichtigkeit entbehrt, ist ungöttlich. Jedes Wunder ist ein unbedingt natürlicher Vorgang, nur in außergewöhnlicher Schnelligkeit und konzentrierter Kraft; niemals kann etwas Unnatürliches geschehen. Das ist vollkommen ausgeschlossen.

(Vortrag „Wunder“)

Der strikte Verzicht auf Gewaltdarstellung, Sex und Schimpfwörter mag mit der Realität wenig zu tun haben, ist hingegen aber auch eine erholsame Abwechslung von so vielen modernen Produktionen Marke Hollywood, die ja wiederum im Wechselverhältnis den Ton unserer Gesellschaft mit beeinflussen. Auch stimmen viele der vermittelten Werte durchaus mit denen von Gläubigen anderer Religionen oder spirituell ausgerichteten Personen überein, sodaß bei ein wenig Offenheit und der Bereitschaft, die christliche Botschaft als einen Teil der Handlung zu akzeptieren, diese ein „gesundes“ Sehvergnügen genießen können. Nicht zuletzt ermutigen die christlichen Filme durch schiere Konfrontation auch den nicht-christlichen Zuschauer zu einer Prüfung seiner Ansichten und Überzeugungen.

Christliche Filme nach dem Standpunkt der Gralsbotschaft zu betrachten, hieße natürlich, eine ganze Religion zu vergleichen, was nicht nur den Rahmen eines Artikels erheblich sprengen würde, sondern in der Gralsbotschaft selbst schon in großem Maße getan wurde. Es soll hier also nur auf spezielle Themen eingegangen werden.

Die Religion der Liebe ist falsch erfaßt durch vielseitige Verzerrungen und Entstellungen des Begriffes Liebe; denn der wahren Liebe größter Teil ist Strenge!
Das, was
jetzt Liebe genannt wird, ist alles andere mehr als Liebe. Wenn allen sogenannten Lieben unerbittlich auf den Grund gegangen wird, so bleibt dort weiter nichts als Selbstsucht, Eitelkeit, Schwachheit, Bequemlichkeit, Einbildung oder Triebe.
Wahrhaftige Liebe wird nicht darauf sehen, was dem anderen gefällt, was diesem angenehm ist und Freude bereitet, sondern sie wird sich nur darnach richten, was dem anderen
nützt! Gleichviel, ob es dem anderen Freude bereitet oder nicht. Das ist wahres Lieben und Dienen.
Wenn also geschrieben steht: „Liebet Euere Feinde!“, so heißt das: „Tut das, was ihnen nützt! Züchtigt sie also auch, wenn sie nicht anders zur Erkenntnis kommen können!“ Das ist ihnen dienen. Nur muß Gerechtigkeit dabei walten; denn Liebe läßt sich von Gerechtigkeit nicht trennen, sie sind eins!
Unangebrachte Nachgiebigkeit hieße die Fehler der Feinde noch größer ziehen und sie dadurch weiter auf abschüssige Bahn gleiten lassen. Wäre das Liebe? Man würde sich im Gegenteil damit eine Schuld aufbürden!
Die Religion der Liebe ist nur aus unausgesprochenen Wünschen der Menschen heraus zu einer Religion der Schlaffheit gemacht worden, wie auch die Person des Wahrheitsbringers Christus Jesus zu einer Weichlichkeit und Nachgiebigkeit herabgezerrt wurde, die er nie besaß. Er war gerade durch All-Liebe herb und ernst unter den Verstandesmenschen.
Seine Traurigkeit, die ihn oft befiel, war im Hinblick auf seine hohe Mission und das dieser gegenüberstehende Menschheitsmaterial nur selbstverständlich. Sie hatte mit Weichheit durchaus nichts zu tun.
Die Religion der Liebe wird nach Ablegung aller Entstellungen und dogmatischen Beengungen eine Lehre strengster Konsequenz sein, in der keine Schwachheit und unlogische Nachgiebigkeit zu finden ist.

(Vortrag „Die Religion der Liebe“)

Aus der Fülle der christlichen Produktionen sollen hier nur einzelne betrachtet werden, vorrangig die Erfolgsfilme der Gebrüder Kendrick.

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Facing the Giants

Der technisch noch sehr mangelhafte Erstling der Kendrick-Brüder, Flywheel, diente immerhin als gute Übung. Ihr zweiter Film sieht sich bereits äußerst professionell. Die Kendricks bedienen sich hier der amerikanischen Football-Begeisterung, um eine moderne Adaption der biblischen Geschichte von David und Goliath zu erzählen.

Grant Taylor, Football-Trainer an einer Schule, hat so einige Riesen gegen sich. Das Schulteam hat unter seiner Leitung noch keinen Sieg zu verbuchen gehabt, Eltern und Kollegen verlieren rapide die Geduld mit ihm, seine Spieler sind unmotiviert. Auch in seinem Privatleben stehen die Dinge nicht zum besten; trotz aller Bemühungen können sich seine Frau Brooke und er ihren Kinderwunsch nicht erfüllen.

Ein schwerer Druck lastet auf aller Erdenweiblichkeit, seitdem der Wahn verbreitet ist, die Hauptbestimmung einer Frau sei Mutterschaft. Mit falschem Mitleid, oft sogar versteckter Schadenfreude blicken manche Menschen auf die Mädchen, die sich nicht verheiraten, und ebenso auch auf die Frauen, welche in der Ehe kinderlos geblieben sind. Der Ausdruck „altes Mädchen“ oder „alte Jungfer“, der in Wirklichkeit ein Ehrenname ist, wird oft mit leisem Spott gesprochen, mit Achselzucken des Bedauerns, als ob die Ehe für das Erdenweib das höchste ihrer Ziele sei, ja überhaupt ihre Bestimmung. […]
Es wird dem Mädchen förmlich eingehämmert, daß es freudlos durch das Leben geht, wenn es nicht an der Seite eines Mannes schreiten kann! […] Wohin ein Kind des weiblichen Geschlechts auch blickt, es sieht die Lobpreisungen der
irdischen Liebe mit dem höchsten Ziele eines Mutterglückes! So formt sich künstlich aufgezwungen die Idee, daß jedes Mädchen, welches das nicht haben kann, bedauernswert zu nennen ist und seine Erdenzeit zum Teil verfehlt! […]
Werdet endlich
geistig, Menschen; denn Ihr seid vom Geiste! […]
Nicht
einmal kam Euch der Gedanke, daß alles das, was Ihr bisher besungen, lediglich der Erde galt, dem Erdenleben in seiner Gebundenheit! Denn Ehe und die Fortpflanzung ist nur im grobstofflichen Teile dieser Nachschöpfung. Und doch ist Weiblichkeit in der gesamten Schöpfung! Das müßte Euch doch Grund geben zu einer Überlegung! […]
Die höchste Aufgabe im Sein der Weiblichkeit auf Erden ist dieselbe, wie sie in den höheren Regionen immer schon besteht: Veredelung ihrer Umgebung und stete Zufuhr aus dem Licht, die nur die Weiblichkeit in ihrer Zartheit der Empfindung vermitteln kann! Veredelung aber bringt unbedingten Aufstieg nach den lichten Höhen! Das ist Geistesgesetz! Deshalb bedingt allein das Sein der
echten Weiblichkeit ganz unverrückbar auch den Aufstieg, die Veredelung und Reinhaltung der ganzen Schöpfung. […]
Sie ist, von oben kommend, sich mit ihrem Zartempfinden oben haltend, damit wiederum nach oben führend,
die Verankerung des Mannes mit dem Licht, der Halt, den dieser braucht in seinem Wirken in der Schöpfung. Dazu aber bedarf es keiner Ehe, nicht einmal eines Bekanntseins oder des persönlichen Zusammentreffens. Allein das Sein des Weibes auf der Erde bringt schon die Erfüllung.
Der Mann steht in der Schöpfung mit der Front nach außen, um zu kämpfen, das Weib jedoch hält, ihm den Rücken deckend, die Verbindung mit dem Licht und bildet so den Kern, die Kraftzufuhr und Stärkung. Wo aber Fäulnis in den Kern sich schleichen kann, ist auch die Front verloren! Das haltet Euch vor Augen jederzeit. Dann nützt es nichts mehr, wenn die Frau sich an die Front neben den Mann zu stellen sucht, wohin sie nicht gehört. In solchem Kampf verhärtet nur ihr Zartempfinden, versiegt damit die höchste Fähigkeit und Kraft, die ihr zu eigen einst gegeben ward, und alles
muß in Trümmer gehen! […]
Ihr Mädchen und Ihr Frauen, besinnet
Euch zuerst, daß Ihr die Träger höchster Aufgaben in dieser Schöpfung seid, die Gott Euch anvertraute! Nicht Ehe und nicht Mutterschaft ist Euer höchstes Ziel, so heilig es auch ist! Ihr steht für Euch allein und fest, sobald Ihr richtig steht.

(Vortrag „Die Aufgabe der Menschenweiblichkeit“)

Erst ein älterer Mitbürger, der seit Jahren für eine Rückkehr der Menschen zu Gott betet, ändert Grants Denken mit der simplen Geschichte zweier Bauern, die beide um Regen beten – doch nur einer von ihnen bereitet seine Felder auf Regen vor. „Welcher von beiden“, fragt Grants Mentor, „hat das größere Vertrauen bewiesen?“ Und so beginnt Grant, seine „Felder“ auf den erbetenen „Regen“ vorzubereiten.

Ihr sollt jede Botschaft Gottes ganz natürlich aufnehmen und praktisch, müßt sie Eurer Arbeit einverleiben, Eurem Denken, Eurem ganzen Leben! Ihr dürft nicht etwas für sich Alleinstehendes daraus machen, wie es bis jetzt geschah, zu dem Ihr nur besuchsweise in Ruhestunden geht! Wo Ihr für eine kurze Zeit Euch der Zerknirschung hinzugeben sucht, oder dem Danke, der Erholung. Damit ist es Euch nicht als etwas Selbstverständliches geworden, das Euch zu eigen ist wie Hunger oder Schlaf. […]
Ihr dürft sie deshalb nicht in einen Glasschrein stellen, um sie darin wie etwas Heiliges in seligem Erschauern nur des Sonntags zu betrachten, oder in der Not, in Angst an diesem Ort zu flüchten, um Euch darin Kraft zu holen! Unselige, Ihr sollt die Botschaft nicht verehren, sondern
nützen! Sollt herzhaft zugreifen, nicht nur im Feierkleide, sondern mit der harten Faust des werktätigen Lebens, welche niemals schändet, nicht erniedrigt, sondern jeden ehrt! Das Kleinod leuchtet in der schweiß- und erdbeschmutzten Schwielenhand viel reiner, höher auf als in den wohlgepflegten Fingern eines trägen Nichtstuers, der seine Erdenzeit nur mit Betrachtungen verbringt!

(Vortrag „Gottanbetung“)

Fireproof

In seiner Arbeit ist Bezirksfeuerwehrhauptmann Caleb Holt ein Held. Für seine Frau Catherine jedoch sieht die Sache anders aus – sie hat das Gefühl, neben einem Vollzeitjob den Haushalt allein zu stemmen und wochenends ihrer Mutter nach deren Schlaganfall zu helfen, während Caleb seine Freizeit im Internet verbringt, wo er von einem Boot träumt, auf das er spart, und Pornographie konsumiert. Kein Wunder also, daß ihr der zuvorkommende, charmante und rücksichtsvolle Doktor Keller als bessere Wahl zu erscheinen beginnt.
Calebs Vater jedoch stellt angesichts einer bevorstehenden Scheidung seinem Sohn eine vierzigtätige Herausforderung. An jedem Tag hat Caleb eine Aufgabe zu erfüllen, die ihn und Catherine einander wieder näherkommen lassen soll.

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Die Themen Eheprobleme, Scheidung und was Liebe eigentlich bedeutet werden von den Kendricks mit großen Gefühlen, aber auch viel Humor umgesetzt. Interessanterweise ist die Geschichte auch weniger schwarz-weiß gezeichnet als man zunächst glaubt; so wird bei allen Fehlern, die Caleb begeht, Catherine nicht von Schuld freigesprochen.

Die Kirchen selbst oder deren Vertreter wenden das Wort an: „Was Gott zusammengefügt, das soll der Mensch nicht scheiden!“ […]
„Die Ehen werden im Himmel geschlossen“ zeigt in erster Linie, daß schon bei Eintritt in das irdische Leben ein jeder Mensch bestimmte Eigenschaften mitbringt, deren harmonische Entwicklung nur Menschen mit den dazu passenden Eigenschaften bewirken können. Dazu passende Eigenschaften sind aber nicht die gleichen, sondern solche,
die ergänzen und durch diese Ergänzung vollwertig machen. […]
Damit ist aber nicht gesagt, daß für einen Menschen zu einer harmonischen Ehe nur
ein ganz bestimmter anderer Mensch auf Erden befähigt ist, sondern es sind meistens einige da, die die Ergänzung des anderen Teiles in sich tragen. […]
„Was Gott zusammengefügt, das soll der Mensch nicht scheiden.“
Das Nichtverstehen dieses Wortes Christi hat schon so manches Unheil angerichtet. Viele wähnten bis unter: „was Gott zusammengefügt“ den Eheschluß. Dieser hat mit dem Sinn der Worte bisher so gut wie nichts zu tun gehabt. Das, was Gott zusammengefügt, ist ein Bund, in dem die Bedingungen erfüllt sind, die eine volle Harmonie erfordert, der also im Himmel geschlossen ist. Ob darüber nun die staatliche und kirchliche Erlaubnis erteilt wurde oder nicht, ändert an der Sache nichts. […]
Nun folgt die Warnung: „das soll der Mensch nicht scheiden!“ Wie klein ist auch der hohe Sinn
dieser Worte herabgedrückt worden.
Dabei liegt die Wahrheit doch so klar zutage! Wo immer auch ein Bund sich findet, der im Himmel geschlossen ist, das heißt, wo zwei sich so ergänzen, daß ein voller harmonischer Akkord entsteht, dort soll kein Dritter versuchen, eine Trennung herbeizuführen. Sei es, um Mißklang hineinzubringen, eine Vereinigung unmöglich zu machen oder eine Trennung herbeizuführen, gleichviel, ein solches Unterfangen wäre Sünde. Ein Unrecht, das sich in seiner Wechselwirkung schwer an den Urheber heften muß, da zwei Menschen gleichzeitig davon betroffen werden, und mit diesen auch der Segen, der durch ihr Glück sich ausgebreitet hätte in die grob- und feinstoffliche Welt.
Es ist in diesem Worten eine schlichte Wahrheit, die sich nach allen Seiten kenntlich macht. Die Warnung ist zum Schutze nur solcher Bündnisse, die durch die schon vorher erwähnten Vorbedingungen im Himmel geschlossen sind, wofür sie ihre Bestätigung durch die mitgebrachten beiderseitig sich ergänzenden seelischen Eigenschaften haben.
Zwischen solche soll sich kein Dritter drängen, auch nicht die Eltern! Den beiden Beteiligten selbst wird es nie einfallen, eine Trennung zu wünschen. Die ihnen durch ihre gemeinsamen seelischen Eigenschaften zu Grunde gelegte göttliche Harmonie läßt einen solchen Gedanken nicht aufkommen. Ihr Glück und die Beständigkeit ihrer Ehe ist damit von vornherein gewährleistet.
Wird ein Antrag auf Scheidung von einem der Ehegatten gestellt, so gibt dieser damit den besten Beweis, daß die notwendige Harmonie
nicht zu Grunde liegt, die Ehe also auch nicht im Himmel geschlossen sein kann. In solchem Falle sollte eine Ehe unbedingt geschieden werden; zur Hebung des sittlichen Selbstbewußtseins beider auf solcher ungesunden Stufe lebenden Ehegatten.

(Vortrag „Die Ehe“)

Courageous

In erster Linie ist Courageous ein Film für christliche Männer. Anhand der vier männlichen Hauptfiguren seiner Handlung stellt er den Entschluß vor, den christlichen Glaubenssätzen entsprechend als Oberhaupt der Familie zu fungieren und damit sowohl Vorbild und Führer, aber auch Verantwortlicher im Glauben zu sein.

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Anders als die vorhergehenden Kendrick-Filme, die noch einigermaßen allgemeinverträglich Konzepte der christlichen Religion vermitteln, geht Courageous also sehr stark auf spezifische Punkte der Lehre ein, namentlich die patriarchalische Struktur der Bibel, nach der die Frau ihrem Ehemann wortwörtlich zu gehorchen hat – was im Gegenzug aber auch bedeutet, daß der Mann die Verantwortung für das, was sie unter seiner Leitung tut, zu tragen hat. Ebenso wird unterstrichen, daß der Mann seine Familie im Leben ihres Glaubens leiten soll.

Ihr wißt, daß alle Weiblichkeit auf Erden Sehnsucht nach dem Lichte wachzuhalten hat als Hüterin der Flamme der erhaltenden und aufwärtsführenden Lichtsehnsucht.
Für diesen Zweck entwickelt sich in ihr auch zartere Empfindungsfähigkeit, weil sich in ihrem Drang nach zarterer Betätigung nicht so viel Geistig-Wesenhaftes von ihr löst wie bei der Männlichkeit, die sich der gröberen Betätigung zuneigt.
Damit ist jede Frau Empfängerin und Mittlerin von Strahlungen, welche die Männlichkeit nicht mehr aufnehmen kann. Die Weiblichkeit steht darin eine halbe Stufe höher, dem Lichte zugewendeter als jeder Mann. Vorausgesetzt natürlich, daß sie
richtig steht und ihre Fähigkeiten nicht vergeudet oder selbst verbaut.
Daß die Frau dadurch über Feinheiten verfügt, die der Mann nicht mehr in sich trägt und auch bei der Art seiner Betätigung nicht in sich tragen kann, da sie ihn sonst von manchen groben Dingen abhalten würden, die doch sein müssen, das empfindet der Mann unbewußt. Er wird sich zwar nicht genau darüber klar, oder doch nur sehr selten, aber er empfindet darin einen Schatz, welcher
gehütet werden will. Es drängt ihn dazu, diesen unsichtbaren Schatz in der Grobstofflichkeit zu schützen, weil er sich als der irdisch, also grobstofflich Stärkere fühlt.
Es gibt nur wenig Männer, die das nicht empfinden. Solche sind aber auf jeden Fall verroht und nicht als Männer im wahren Sinne zu rechnen.
Das unausgesprochene, weil nur unbewußt empfundene Bedürfnis zu schützen hat nun den Mann dazu gebracht, mit der Zeit in der Weiblichkeit irrtümlich das
schwächere Geschlecht zu sehen, das seines Schutzes bedarf. Es entspringt diese Bezeichnung also nicht etwa einem üblen Wollen oder einer abfälligen Beurteilung, sondern nur einem Nichtwissen des wahren Grundes seiner eigenen Empfindungen. […]
In Wirklichkeit ist der Mann nicht das
stärkere Geschlecht, sondern nur das gröbere, also grobstofflichere und dadurch dichtere, die Weiblichkeit aber nicht das schwächere Geschlecht, sondern das zartere, gelockertere, was mit Schwächen nichts zu tun hat.

(Vortrag „Das schwache Geschlecht“)

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Das Wort „Mutter“ oder „Vater“ sollte allezeit ein heißes, inniges Empfinden wachrufen, aus dem das Bild in voller Reinheit würdig vor die Seele tritt, warnend oder zustimmend, als Leitstern in dem ganzen Erdensein!
Und welch ein Schatz wird jedem Kinde nun genommen, wenn es seinen Vater oder seine Mutter
nicht von ganzer Seele ehren kann!

(Abd-ru-shin: Die zehn Gebote Gottes / Das Vaterunser, Vortrag „Das vierte Gebot“)

War Room

Meine Besprechung des neuesten Kendrick-Filmes findet sich hier.

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Elizabeth und Tony Jordan führen scheinbar ein perfektes Leben – erfolgreiche Karrieren, üppiges Einkommen, Tochter, Haus. Doch ihre Ehe befindet sich in einer schweren Krise. Während Tony in seinem Beruf glänzt und ein Auge auf hübsche Frauen wirft, wird Elizabeth immer verbitterter. Bis sie Miss Clara kennengelernt, eine exzentrische, aber liebenswerte alte Dame, die sie ermutigt, mit den richtigen Waffen für ihre Familie zu kämpfen.

Das Thema von War Room ist die Macht des Gebetes.

Die Menschen machen sich überhaupt oft ein falsches Bild von dem Geschehen und Werden eines Gebetes und dessen Weiterentwicklung. Nicht jedes Gebet dringt zu dem höchsten Lenker der Welten. Im Gegenteil, es ist eine sehr seltene Ausnahme, daß ein Gebet wirklich einmal bis zu den Stufen des Thrones zu dringen vermag. Auch hierbei spielt die Anziehungskraft der Gleichart als Grundgesetz die größte Rolle.
Ein ernstgemeintes, tiefempfundenes Gebet kommt, selbst anziehend und von der Gleichart angezogen werdend, in Verbindung mit einer Kraftzentrale derjenigen Art, von der der Hauptinhalt des Gebetes durchdrungen ist. Die Kraftzentralen können ebensogut Sphärenabteilungen oder anderswie benannt werden, es wird im Grunde immer auf dasselbe herauskommen.
Wechselwirkung bringt dann das, was der Hauptwunsch des Gebetes war. Entweder Ruhe, Kraft, Erholung, plötzlich im Innern aufstehende Pläne, Lösung schwieriger Fragen oder sonstiger Dinge. Ein Gutes wird immer dabei herauskommen, sei es auch nur die eigene verstärkte Ruhe und Sammlung, die dann wiederum zu einem Auswege, zu einer Rettung führt.
Es ist auch möglich, daß diese ausgesandten Gebete, in ihrer Stärke vertieft durch die Wechselwirkung gleichartiger Kraftzentralen, einen feinstofflichen Weg zu Menschen finden, die dadurch angeregt auf irgendeine Weise Hilfe und damit Erfüllung des Gebetes bringen. […]
Vielseitigkeit eines Gebetes wird es immer abschwächen. Ein Kind kommt auch nicht mit sieben Bitten gleichzeitig zum Vater, sondern immer nur mit dem, was sein Herz gerade am ärgsten bedrückt, sei es nun ein Leid oder ein Wunsch.
So soll auch ein Mensch in Not sich bittend an seinen Gott wenden, mit dem, was ihn bedrückt. Und in den meisten Fällen wird es doch immer nur
eine besondere Angelegenheit sein, nicht vieles zusammen. Um etwas, was ihn nicht gerade bedrückt, soll er auch nicht bitten. Da eine solche Bitte in seinem Innern nicht lebendig genug mitempfunden werden kann, wird sie zu leerer Form und schwächt naturgemäß eine vielleicht wirklich nötige andere Bitte. […]
Das Gebet erfordert tiefsten Ernst. Man bete in Ruhe und in Reinheit, damit durch Ruhe die Empfindungskraft erhöht wird und sie durch Reinheit jene lichte Leichtigkeit erhält, die das Gebet emporzutragen fähig ist bis zu den Höhen alles Lichtes, alles Reinen. […] Die
Kraft eines Gebetes vermag dieses nicht emporzuschleudern oder emporzudrängen, sondern nur die Reinheit in ihrer entsprechenden Leichtigkeit. […]
Der Hörer fragt sich oft, wie die Wechselwirkung bei einer Fürbitte, also der Bitte eines anderen, den Weg zu einem Menschen finden kann, der nicht selbst gebetet hat […].
Auch hierbei gibt es keine Abweichung von den feststehenden Gesetzen. Ein Fürbittender denkt während seines Gebetes so intensiv an den, für den er bittet, daß sein Wünschen dadurch in der anderen Person zuerst
verankert oder festgeknotet wird, und dann von dort seinen Weg aufwärts nimmt, also zu der Person auch zurückkehren kann, für die die starken Wünsche des Bittenden sowieso schon lebendig geworden sind und sie umkreisen. Dabei ist jedoch unbedingt vorauszusetzen, daß der Boden in der Person, für die gebeten wird, auch aufnahmefähig und durch Gleichart geeignet ist zu einer Verankerung und einer solchen nicht etwa Hindernisse entgegenstellt.
Ist der Boden nicht aufnahmefähig, also unwert, so liegt in dem Abgleiten der Fürbitten nur wieder die wunderbare Gerechtigkeit der göttlichen Gesetze, die nicht zulassen können, daß auf ganz unfruchtbaren Boden von außen her durch einen anderen Hilfe kommt. […]
Ist aber der gegebene Boden dazu da, so hat eine echte Fürbitte unschätzbaren Wert! Entweder sie bringt Hilfe herbei, auch wenn der Hilfsbedürftige nichts davon weiß, oder sie vereinigt sich mit dem Wunsche oder Gebet des Hilfsbedürftigen und gibt diesem damit große Verstärkung.

(Vortrag „Das Gebet“)

Erst zum Ende des Filmes hin enthüllt Miss Clara, daß Elizabeth nicht allein Empfängerin ihrer Hilfe war, sondern im Gegenzug auch gab. Als junge Ehefrau hatte Clara versäumt, für ihre Mann und ihre Ehe zu beten, sie war verbittert über seine Fehler und häufige Abwesenheit. Als ihr Ehemann unvermutet starb und es zu spät war, machte sie sich bittere Vorwürfe. So bat sie Gott um eine zweite Chance… und erhielt sie viele Jahre später in Form von Elizabeth, die ihr in vielem so ähnlich war.

Im Weltall wirkt ein ewiges Gesetz: daß nur im Geben auch empfangen werden kann, wenn es um Werte geht, die bleibend sind! Das greift so tief, durchzieht die ganze Schöpfung wie ein Heiliges Vermächtnis ihres Schöpfers. Selbstlos geben, helfen, wo es not tut, und Verständnis haben für das Leid des Nächsten wie für dessen Schwächen, heißt empfangen, weil es der schlichte, wahre Weg zum Höchsten ist!

(Vortrag „Erwachet!“)

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