Unterhaltungsmedien und die Botschaft aus dem Licht: Das Schöpfungswirken in „Der Wunderapostel“

Die Ältesten in der göttlichen Sphäre, welche gleichzeitig die Hüter des Heiligen Grales im göttlichen Teile der Gralsburg sind, zeigen in ihrer Ausstrahlung ebenfalls das gleichschenklige Kreuz.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Das schwache Geschlecht“)

Das Kreuz war schon vor Christi Erdenzeit bekannt. Es ist das Zeichen göttlicher Wahrheit! Nicht nur das Zeichen, sondern die lebendige Form dafür. […] Man kann sagen, sie ist das Kreuz selbst. Dort, wo dieses strahlende Kreuz ist, ist damit auch die Wahrheit, weil dieses Kreuz von der Wahrheit nicht zu trennen geht, sondern beides eins ist […].
Deshalb sagte der Gottessohn zu den Menschen, daß diese das Kreuz aufnehmen und ihm folgen sollten, das heißt also, die Wahrheit aufzunehmen und darnach zu leben!

(„Der Weltenlehrer“)

wunderkreuz

Vermutlich das naheste, was es auf dem Markt zu einer filmischen Verarbeitung der Lehre der Gralsbotschaft gibt, ist Der Wunderapostel von 1993. Basierend auf den Romanen Der Sonnenbruder und Der Wunderapostel von Hans Sterneder, beinhaltet der Film auch Aussagen Bruno Grönings, dessen Freundeskreis die Produktion der Filmumsetzung ermöglichte.

Durch einen Unfall verliert Starviolinist Beatus Klingohr die Fähigkeit zum Spielen. In seiner Verzweiflung bricht er alle Brücken zu seinem bisherigen Leben ab und zieht als Walzbruder durch die Lande. Eines Tages hört er von einem geheimnisvollen Mann, der der „Wunderapostel“ genannt wird und in dessen Nähe Heilungen geschehen sein sollen. Lange Zeit führt Beatus’ Suche nach ihm ihn in die Irre. Doch inmitten von Enttäuschungen und Entbehrung lernt er Nächstenliebe und Gottvertrauen.
Nachdem seine Suche scheinbar im Nichts verlaufen ist, gewinnt Beatus in der unberührten Natur des Dachsteingebirges neue Kraft. Bis die Erscheinung eines leuchtenden Kreuzes den Wunsch wieder in ihm aufsteigen läßt, den Wunderapostel zu finden.
Mit Hilfe einer einfachen Bäuerin ist seine Suche diesmal erfolgreich. An der Seite des Wunderapostels wird er in das Schöpfungswissen und -wirken eingeführt.

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Während die Figur des Beatus für den suchenden Menschen steht, ist der Wunderapostel deutlich erkennbar eine Christus-Gestalt. Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller Thomas Busse erklärte in einem Interview*, das Aussehen des Wunderapostels, das stark von Sterneders Beschreibung abweicht, gehe auf einen Traum zurück, in dem er sich selbst als diese Figur gesehen habe – obwohl er bis dahin nicht geplant habe, die Rolle zu übernehmen. Er hielt diesen Traum für ein Zeichen, „daß es wohl so sein solle“. Dabei entspricht der filmische Wunderapostel trotz Aussehens und „Wunder“heilungen aber weniger dem Christus-Bild, das heute in kirchlichen Gemeinschaften vorherrscht, sondern er legt die schöpfungsgesetzmäßigen Vorgänge größtenteils in einer Weise dar, wie sie auch die Gralsbotschaft erläutert.

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So lehrt er, daß in den Heilungen scheinbar hoffnungsloser Fälle keinerlei Wunder liegt.

Alles, was einer strengen Folgerichtigkeit entbehrt, ist ungöttlich. Jedes Wunder ist ein unbedingt natürlicher Vorgang, nur in außergewöhnlicher Schnelligkeit und konzentrierter Kraft; niemals kann etwas Unnatürliches geschehen. Das ist vollkommen ausgeschlossen.
Erfolgen Heilungen bisher als unheilbar geltender Krankheiten, so ruht darin keine Veränderung der Naturgesetze, sondern es zeigt nur die großen Lücken des menschlichen Wissens. Um so mehr muß es als eine Gnade des Schöpfers erkannt werden, der einzelne Menschen hier und da mit besonderer Kraft begabt, die sie zum Heile leidender Menschheit verwenden können. Immer aber werden es nur solche sein, die sich allem Dünkel einer Wissenschaft fernhielten, da das erdgebundene Wissen die Fähigkeit, höhere Gaben entgegenzunehmen, ganz naturgemäß erstickt.

(„Wunder“)

Seine Erklärung, Gott strafe nicht mit Krankheiten, sondern der Mensch bürde sich diese selbst auf dadurch, daß er sich von der göttlichen Kraft abschneide, leuchtet den Zuhörern ein. Doch dann erhebt sich die Frage nach der Schuld von Kindern, die von Geburt an krank seien. Nachsichtig erläutert der Wunderapostel die größeren Zusammenhänge durch mehrere Erdenleben.

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So sind in der gewaltigen Maschinerie des Weltalls viele Dinge, die mitwirken an dem „Ergehen“ des Menschen, aber es gibt nichts, wozu der Mensch nicht selbst zuerst die Ursache gegeben hat.
Er liefert die Fäden, aus denen im unermüdlichen Webstuhle des Seins der Mantel gefertigt wird, den er zu tragen hat.
Christus drückte klar und scharf dasselbe aus, als er sagte: „Was der Mensch säet, das
wird er ernten.“ Er sagte nicht, „kann“ er ernten, sondern er „wird“. Das ist dasselbe wie: er muß das ernten, was er sät.
Wie oft hört man sonst sehr vernünftige Menschen sagen: „Daß Gott so etwas zuläßt, ist mir unbegreiflich!“
Unbegreiflich aber ist es, daß Menschen so etwas reden können! Wie klein stellen sie sich dieser Äußerung nach Gott vor. Sie geben damit den Beweis, daß sie sich ihn als einen „
willkürlich handelnden Gott“ denken.
Aber Gott greift in alle diese kleinen und großen Menschensorgen, Kriege, Elend und was Irdisches noch mehr ist, gar nicht direkt ein! Er hat von Anfang an in die Schöpfung seine vollkommenen Gesetze gewoben, die selbsttätig ihre unbestechliche Arbeit durchführen, so daß sich alles haarscharf erfüllt, ewig gleich sich auslöst, wodurch eine Bevorzugung ebenso ausgeschlossen ist wie eine Benachteiligung, jede Ungerechtigkeit unmöglich bleibt.
Gott braucht sich also darum nicht besonders zu kümmern, sein Werk ist lückenlos.
Ein Hauptfehler so vieler Menschen ist aber der, daß sie nur nach dem Grobstofflichen urteilen und sich darin als Mittelpunkt sehen, sowie mit
einem Erdenleben rechnen, während sie in Wirklichkeit schon mehrere Erdenleben hinter sich haben. Diese, sowie auch die Zwischenzeiten in der feinstofflichen Welt, gelten als ein einheitliches Sein, durch das die Fäden, ohne abzubrechen, straff gezogen sind, so daß also in den Auswirkungen eines jeweiligen irdischen Daseins nur ein kleiner Teil dieser Fäden sichtbar wird.
Ein großer Irrtum ist es demnach, zu glauben, daß mit dem Geborenwerden ein vollkommen neues Leben einsetzt, daß ein Kind also „unschuldig“ ist, und daß alle Geschehnisse nur auf das kurze Erdendasein berechnet werden dürfen. Wäre dies wirklich, so müßten selbstverständlich bei bestehender Gerechtigkeit Ursachen, Wirkungen und Rückwirkungen geschlossen auf die Spanne eines Erdendaseins fallen.
Wendet Euch ab von diesem Irrtum. Ihr werden dann schnell die jetzt so oft vermißte Logik und Gerechtigkeit in allen Geschehnissen entdecken!

(„Schicksal“)

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In einer Instanz erweckt der Wunderapostel sogar den verstorbenen Bürgermeister der Stadt wieder zum Leben.

Totenerweckungen durch göttliche Kraft liegen nicht außerhalb göttlicher Gesetze, sobald es innerhalb einer gewissen Zeit geschieht, die für jeden Menschen verschieden ist. Je geistig gereifter eine sich vom grobstofflichen Körper trennende Seele ist, desto schneller ist sie von diesem frei und desto kürzer die Zeit der gesetzmäßigen Möglichkeit des Zurückrufens, da dies nur während des Nochverbundenseins der Seele mit dem Körper geschehen kann.
Dem göttlichen Willen, also der göttlichen Kraft, muß die vom Geist belebte Seele gehorchen und auf seinen Ruf hin auf der feinstofflichen Brücke in den schon verlassenen grobstofflichen Körper zurückkehren, solange die Brücke noch nicht abgebrochen ist.

(„Steige herab vom Kreuze!“)

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Thomas Busses erklärte Absicht bei der Filmadaption war nicht, „Unterhaltung“ zu schaffen, sondern eine Alternative zu dem von ihm als bedenklich empfundenen gängigen Fernseh- und Filmprogramm unserer Gesellschaft zu präsentieren.

Als gelernter Diplom-Sozialpädagoge, mit Schwerpunkt Freizeit- und Medienpädagogik, beschäftigte ich mich bereits einige Jahre intensiv mit dem enormen Einfluß, den der Fernseh-, Video- und Kinobereich auf den Zuschauer hat. War es nicht längst an der Zeit, der Flut von Action-, Horror- und Sexfilmen oder sonstigen fragwürdigen Filmen etwas entgegenzusetzen?
Ich war und bin davon überzeugt, dass im Filmbereich ein großer Umdenkprozeß stattfinden muß. Der nicht wegzudiskutierende Anstieg von gewaltverherrlichenden Filmen in Deutschland in den letzten Jahren ist in höchstem Grade erschreckend. Gleichzeitig stellt man bei vielen Menschen eine wachsende Bereitschaft fest, Gewalt anzuwenden, was sich vor allem in der steigenden Kinder- und Jugendkriminalitätsrate deutlich zeigt. Sicherlich gibt es vielerlei Gründe dafür, doch der Einfluß der Medien wird dabei nach meiner Überzeugung total unterschätzt, obwohl es mittlerweile sehr differenzierte Studien darüber gibt, die unzweifelbar einen ursächlichen Zusammenhang aufzeigen. Warum wohl werden Millionen für Werbemaßnahmen in den Medien investiert, wenn man nicht sicher ist, dass sie beim Zuschauer etwas bewirken, ihn beeinflussen und manipulieren können?
Doch allen Bedenken zum Trotz wird der Einfluß solch fragwürdiger Filme beharrlich ignoriert. Letzten Endes geht es nur um die Einnahmen, die ein Film einspielt. Nicht der Inhalt ist wichtig, sondern ausschließlich finanzieller Erfolg und Ruhm. Dabei ist den meisten Filmemachern jedes Mittel recht. Das Verantwortungsgefühl bleibt dabei auf der Strecke!
Wenn man einerseits davon ausgehen kann, dass bestimmte filmische Ausstrahlungen beim Betrachter negative Empfindungen hervorrufen können, dann ist andererseits die logische Schlussfolgerung, dass Filme auch zum inneren Aufbau dienen können. Und ich fragte mich im Jahre 1989, ob die Zeit nicht reif wäre, Zuschauer auch im Kino, im Fernsehen oder auf Video mit geistigen Inhalten zu konfrontieren. Über einige Jahre hinweg hatte ich bereits auf Esoterik-Messen den enormen Anstieg von Büchern in diesem Bereich verfolgt. Sicherlich gibt es auch dort fragwürdige Entwicklungen, doch ebenso positiv inspirierende, weiterführende Gedankengänge. Offensichtlich zeichnet sich bei immer mehr Menschen eine Bewußtseinsänderung ab. Immer häufiger sieht man ein, dass uns der Weg des Materialismus, das Raffen nach Luxus, Ruhm und Macht an einen Abgrund geführt hat. Der scheinbare Fortschritt unserer heutigen Zivilisation entpuppt sich deutlicher denn je als ein Rückschritt, der sich durch überfüllte Krankenhäuser, hungernde Menschen, gequälte
Tiere bei Tiertransporten und Tierversuchen, die verheerende Naturzerstörung, genmanipulierte Entartungen, radioaktive Verseuchungen, Kleinkriege in Ehen und Familien, Bürgerkriege und Großkriege in vielen Ländern der Erde bemerkbar macht. Die Abkehr von der Natur und letzten Endes von den Schöpfungsgesetzen Gottes hat offensichtlich ihren Preis! Ursache gleich Wirkung! Aber war nicht gerade das die Botschaft des Wunderapostels: der Aufruf zur Rückkehr zur Natur und zu unserem Herrgott?! Hochaktuelle Themen, die heutzutage viele Menschen bewegen, werden im Roman Hans Sterneders aufgegriffen und in einer neuen Dimension beantwortet.

(Thomas Busse: Der Wunderapostel – Das Buch zum Spielfilm)

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Der Natur wird in Sterneders Romanen eine besondere Stelle eingeräumt. Entsprechend bemüht sich auch der Film, dies nach Möglichkeit umzusetzen, in wunderschönen Landschaftsaufnahmen wie auch in Beatus‘ Liebe zur Natur. Der Wunderapostel selbst wird mehrmals in stiller Kommunikation mit Blumen, Bäumen oder den Elementarwesen während eines Gewitters dargestellt. Die Begegnung mit einem Forscher bringt außerdem nachdrücklich die Verantwortung der Wissenschaft zur Sprache, die längst nicht mehr danach fragt, was sie darf oder nicht.

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Seht Euch in Ruhe einmal an, was Ihr Natur zu nennen pflegt: die Berge, Seen, Wälder, Matten! Zu allen Jahreszeiten. Trunken kann das Augen werden an der Schönheit alles dessen, was es sieht. Und nun bedenkt: Was Euch so zu erfreuen weiß und Euch Erholung gibt, das sind die Früchte eines Wirkens alles Wesenhaften, welches in der Schöpfung unter dem Geistigen steht, dessen Kraft Euch zu eigen wurde!
Dann sucht die Früchte
Eures Schaffens, die Ihr geistig seid und Höheres zu wirken hättet als das vor Euch hergehende Wesenhafte.
Was seht Ihr da? Nur kalten Abklatsch alles dessen, was das Wesenhafte bereits fertigbrachte, aber keine Fortentwickelung zu idealer Höhe im Lebendigen und damit in der Schöpfung!

(Vortrag „Der Kampf in der Natur“)

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Die Position der Kirche zu dem schlichten, bescheidenen, aber unbeirrbaren Wahrheitsbringer wird durch zwei ihrer Würdenträger porträtiert: Der Bischof von Würzburg, der die Totenerweckung des Bürgermeisters mitangesehen und in Folge viel Zeit mit dem Wunderapostel verbracht hat, verkörpert den ernsthaft Suchenden und nach göttlicher Wahrheit Strebenden, während Kardinal Bachmann für die Vertreter des Dogmas und des kirchlichen Machtanspruchs steht.

Wo immer auch es war, daß irgendein Bote des Lichtes die Wahrheit zu verkünden hatte nach dem Willen Gottes, er wurde angegriffen, beschmutzt, verleumdet und verfolgt in allererster Linie von den Vertretern und den Dienern der dort jeweils herrschenden Gottesanschauungen, die vorgaben, Gott zu dienen, und von den Menschen, die sich gar anmaßten, Vertreter des göttlichen Willens sein zu wollen. […]
Vieltausendjährige Erfahrungen bestätigen immer und immer wieder, daß die Priester niemals fähig waren, Gotteswahrheiten zu erkennen, sondern sich in ihrem Dünkel stets davor verschlossen, manchmal auch aus Furcht oder träger Bequemlichkeit. Sie haben es auch immer wieder neu bewiesen, weil sie
jeden Gottesboten stets bekämpften mit den unsaubersten Mitteln, die ein Mensch nur anzuwenden fähig ist. Darüber läßt sich gar nicht streiten; denn die Vergangenheiten selbst geben den unumstößlichsten Beweis!
In jeder Art, selbst bei dem Gottessohne. Es war auch keine Menschenliebe, die die Priester dazu trieb, sondern Berufsneid, weiter nichts! Die Wahrheit
störte sie, weil sie noch nie getreu der Wahrheit lehrten, die sie selbst nicht kannten.
Und zuzugeben, daß sie vieles noch nicht wußten und deshalb in manchen Dingen falsche Anschauungen verbreiteten, dazu waren sie menschlich viel zu schwach und auch nicht fähig in der Sorge, daß ihr Ansehen damit ins Schwanken kam. […]
Gehet doch hin und fragt ernsthafte Menschen, die der Kirche dienen und trotzdem noch Mut zu offenem Bekenntnis der innersten Regungen besitzen, welche sich nicht scheuen, ehrlich gegen sich zu sein…, sie alle werden Euch zugeben müssen, daß die Kirche auch noch heute jeden Menschen wird unmöglich machen wollen und gegen ihn wühlt, wenn er die starren Dogmen, die die Kirchen stützen, in Gefahr des Wankens bringen kann! Auch wenn Christus Jesus noch einmal als Erdenmensch jetzt plötzlich in gleicher Gestalt wie damals unter ihnen wandeln würde! Gibt er nicht zu, daß sie in ihrer Art die einzig rechte Anschauung besitzen, behandeln sie ihn ohne weiteres
als Feind und würden gar nicht zögern, ihn wiederum der Gotteslästerung zu zeihen!

(„Meidet die Pharisäer!“)

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Der einzige Punkt in den Erörterungen des Wunderapostels, der mit der Lehre der Gralsbotschaft nicht übereinstimmt, ist der Gedanke, daß Gott oder das Göttliche in jedem Lebewesen – Mensch, Tier, Pflanze – liegt.

Die Selbstvergöttlichung, die sich in der Behauptung zeigt, daß Göttliches im Menschen sei, ist ein schmutziges Tasten nach der Erhabenheit und Reinheit Eures Gottes, das Euch das Heiligste, nach dem Ihr aufschaut in dem seligsten Vertrauen, damit schändet! […] Es ist ganz richtig, wenn gesagt wird, daß der Erdenmensch in weihevollen Augenblicken die Nähe seines Gottes spürt. Zum Frevel aber wird es, will man aus dieser wundervollen Brücke des Bewußtwerdens göttlicher Nähe heraus die Behauptung aufstellen, selbst einen Funken Gottheit in sich zu haben.

(„Was trennt so viele Menschen heute von dem Licht?“)

Selbstverständlich kann auch der Ursprung des Menschen zuletzt logischerweise auf Gott zurückgeführt werden, aber er liegt nicht in Gott selbst, sondern außerhalb des Göttlichen, deshalb stammt der Mensch nur indirekt von Gott.

(„Ich bin der Herr, Dein Gott!“)

Gott selbst, der Ursprung alles Seins und Lebens, ist, wie schon das Wort sagt, göttlich! Der Mensch wurde von Seinem Geist erschaffen!
Geist ist der
Wille Gottes. Aus diesem Willen nun erstand die erste Schöpfung. Halten wir uns doch an diese einfache Tatsache, sie gibt die Möglichkeit des besseren Verstehens.
Man stelle sich doch einmal zum Vergleich den eigenen Willen vor. Er ist ein Akt, nicht aber ein Stück Mensch, sonst müßte sich der Mensch auflösen mit der Zeit in seinen vielen Willensakten. Es würde gar nichts von ihm übrig bleiben.
Nicht anders auch bei Gott! Sein Wille schuf das Paradies! Sein Wille aber ist der Geist, den man als „Heiligen Geist“ bezeichnet. Das Paradies war wiederum auch nur das
Werk des Geistes, nicht ein Stück von ihm selbst. Darin liegt eine Abstufung nach unten zu. Der schöpferische Heilige Geist, also der lebendige Wille Gottes, ging nicht in seiner Schöpfung auf. Er gab darein auch nicht ein Stück von sich, sondern er blieb selbst ganz außerhalb der Schöpfung. Das bringt die Bibel schon ganz klar und deutlich mit den Worten: „Der Geist Gottes schwebte über den Wassern“, nicht Gott in eigener Person! Das ist schließlich ein Unterschied. Der Mensch trägt also auch nichts von dem Heiligen Geiste selbst in sich, sondern nur von dem Geiste, der ein Werk des Heiligen Geistes ist, ein Akt.

(„Irrungen“)

Alle an Ort und Stelle gebundenen Formen auf der Erde haben keine eigene Seele, die ja zu sehr abhängig werden müßte von dem, was an sie herantritt, und damit jeder Willkür in der Grobstofflichkeit preisgegeben sein würde.
Solche Unausgeglichenheit ist in der weisen Einrichtung des Schöpfers in seinem Werke ganz unmöglich.
Deshalb haben solche Formen keine eigene Seele, sondern sie dienen nur als Behausungen von Wesen, die ganz unabhängig von den Formen sind und diese nur schützen und pflegen.
Zu diesen Formen gehören Pflanzen und Gestein!

(„Der Ring des Wesenhaften“)

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Als am Ende die Zeit des Abschieds gekommen ist und Beatus allein in seine Aufgabe in diesem Erdenleben hineinwachsen muß, weist der Wunderapostel auf das bevorstehende Weltgericht hin und beginnt, vom heiligen Gral zu sprechen.

Das jüngste, das heißt, das letzte Gericht kommt einmal für jeden stofflichen Weltenkörper, aber es geschieht nicht gleichzeitig in der ganzen Schöpfung.
Es ist ein notwendiger Vorgang in jenem jeweiligen Teile der Schöpfung, der in seinem Kreislaufe den Punkt erricht, an dem seine Auflösung beginnen muß, um auf dem weiteren Wege wieder neu sich bilden zu können. […]
Der Punkt, an dem die Auflösung eines jeden Weltenkörpers zu beginnen hat, ist genau festgesetzt, auch wieder auf Grund der Folgerichtigkeit natürlicher Gesetze. Ein ganz bestimmter Platz, an dem der Vorgang der Zersetzung sich entwickeln
muß, unabhängig von dem Zustande des betreffenden Weltenkörpers und seiner Bewohner.
Unaufhaltsam treibt der Kreislauf jeden Weltenkörper darauf zu, ohne Aufschub wird die Stunde des Zerfallens sich erfüllen, das wie bei allem in der Schöpfung in Wirklichkeit nur eine Wandlung, die Gelegenheit zu einer Fortentwicklung bedeutet. Dann ist die Stunde des „Entweder-Oder“ da für jeden Menschen. Entweder er wird hochgehoben dem Lichte zu, wenn er dem Geistigen zustrebt, oder er bleibt an die Stofflichkeit gekettet, an der er hängt, wenn er aus Überzeugung nur Materielles für Wertvolles erklärt.
In solchem Falle kann er sich in der gesetzmäßigen Folge seines eigenen Wollens nicht von der Stofflichkeit erheben und wird mit ihr dann auf der letzten Strecke Weges in die Auflösung gezogen. […]
Diese auf Grund ganz natürlicher Vorgänge und Gesetze erfolgende Scheidung des Geistes von der Materie ist das sogenannte „Jüngste Gericht“, das mit großen Umwälzungen und Wandlungen verbunden ist. […]
Jede Stunde des Erdenseins ist deshalb kostbar, mehr als je. Wer ernsthaft sucht und lernen will, der reiße sich mit aller Anstrengung heraus aus niederen Gedanken, die ihn an das Irdische ketten müssen. Er läuft sonst Gefahr, an der Stofflichkeit hängen zu bleiben und mit ihr der vollständigen Auflösung entgegengezogen zu werden.
Nach dem Lichte Strebende aber werden von der Stofflichkeit nach und nach gelockert und zuletzt emporgehoben zu der Heimat alles Geistigen.
Dann ist die Spaltung zwischen Licht und Dunkel endgiltig vollbracht und das Gericht erfüllt.

(„Die Welt“)

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* Enthalten in der 2-DVD-Ausgabe des Traumleben-Verlags

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