Unterhaltungsmedien und die Botschaft aus dem Licht: Glaube, Überzeugung, Lichtstreben in „I’m Not Ashamed“

Der Glaube muß lebendig sein, das heißt, er muß noch mehr als Überzeugung werden, zur Tat! Zur Tat ist er geworden, sobald er alles durchdrungen hat, das ganze Empfinden, Denken und Tun. Er muß von innen heraus in allem, was zu dem Menschen gehört, unaufdringlich fühlbar und sichtbar werden, also zur Selbstverständlichkeit. Man darf ihn weder als Attrappe noch als Schild nur vorhalten; sondern alles äußerlich fühlbar Werdende muß lediglich das natürliche Ausstrahlen des inneren geistigen Kernes ergeben.
Volkstümlich gesprochen, muß also der rechte Glaube eine Kraft sein, die vom Geiste des Menschen ausstrahlend sein Fleisch und Blut durchdringt und so eine einzige natürliche Selbstverständlichkeit wird. Nichts Gekünsteltes, nichts Gezwungenes, nichts Erlerntes, sondern nur Leben!

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Glaube“)

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Obwohl I’m Not Ashamed (dt. Ja, ich glaube) in die bereits behandelte Kategorie der christlichen Filme gehört (Teil 1, Teil 2), verdient er aufgrund seiner Thematik einen eigenen Eintrag in dieser Serie. Beruhend auf dem Buch Rachel’s Tears ihrer Eltern Beth Nimmo und Darrell Scott sowie auf Tagebüchern erzählt er das kurze Leben Rachel Scotts, eines der Opfer der Schulschießerei an der Columbine High School am 20. April 1999.

Ungeachtet der schnell urteilenden Kommentatoren im Internet, die sofort nach Erscheinen des Trailers im Herbst 2015 (der Filmstart wurde zweimal verschoben) eine Negativdebatte starteten, ist I’m Not Ashamed kein Columbine-Film. Natürlich läuft er zwangsweise auf die Geschehnisse des 20. Aprils hinaus, und die Schule stellt ein wichtiges Element der Handlung dar, aber im Fokus steht das Leben, nicht der Tod des bemerkenswerten jungen Mädchens. Künstlerische Freiheit greift selbstverständlich auch hier; es wurde mehr Wert auf eine allgemeine Botschaft gelegt als auf Realitätstreue, und aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurden Namen geändert und verschiedene reale Personen in einer fiktionalen Figur zusammengefaßt.
Der Film wurde co-produziert von Beth Nimmo, Rachels Mutter, die einer strikt konventionellen, evangelistischen Glaubensausübung anhängt und, so unschön es klingt, die Geschichte ihrer Tochter, die sie als Märtyrerin bezeichnet, für ihren Glauben und als Instrument der Bekehrung vermarktet. Entsprechend konzentriert sich der Film als christliche Produktion vorwiegend auf religiöse Aussagen. Rachels Vater, Darrell Scott, hingegen hat die Fixierung auf die christliche Religion als Hindernis bei der Verbreitung von Rachels viel universellerer Botschaft von Nächstenliebe, positiven Einflüssen und dem Das-Beste-in-anderen-Sehen erkannt; seine Organisation Rachel’s Challenge ist überkonfessionell.

In vielem verkörperte Rachel Scott „den Menschen, wie er sein sollte“, oder doch zumindest den heranwachsenden Menschen, der sich zu dem entwickelte, was er sein könnte und sollte: Tief spirituell, dabei lebensbejahend, mit einer großen Liebe für ihre Mitmenschen und weise über ihre Jahre hinaus.

Man hat mir wiederholt gesagt, daß ich Menschen zu leicht vertraue, aber ich stelle fest, daß, wenn ich meinen Glauben und mein Vertrauen in Menschen lege, wo andere es nicht wagen, sie mich fast nie verraten. Ich würde hoffen, daß Menschen den gleichen Glauben in mich legten. Vertrauen und Ehrlichkeit sind Investitionen in Menschen; wenn du genug Vertrauen zu ihnen aufbaust und dich als ehrlich erweist, werden sie das gleiche dir gegenüber tun. Ich schätze Ehrlichkeit so sehr, und es ist eine Erwartung, die ich an mich selbst habe. Ich werde Ehrlichkeit vor die Gefahr von Demütigung setzen, vor Selbstsucht und vor alles, das weniger wert ist als die reine Wahrheit. […] Mitgefühl und Ehrlichkeit gehen Hand in Hand, wenn genug von beiden in eine Situation eingebracht wird. Ich bewundere diejenigen, die vertrauen und vertrauenswürdig sind. […]
Mitgefühl ist die größte Form von Liebe, die Menschen zu bieten haben. […] Meine Definition von Mitgefühl ist vergebend, liebend, helfend, führend und anderen Gnade zeigend. Ich habe diese Theorie, daß, wenn eine Person sich die Mühe macht, Mitgefühl zu zeigen, dies eine gleichartige Kettenreaktion auslöst. Man weiß nie, wie weit ein wenig Freundlichkeit gehen kann.
Ich habe erst vor kurzem gelernt, daß der erste, zweite und dritte Eindruck irreführend darüber sein können, was für eine Art Mensch jemand ist. Zum Beispiel, stell dir vor, daß du gerade jemanden kennengelernt hast, und du sprichst dreimal mit ihm über kurze, alltägliche Dinge. Er kommt herüber als eine barsche, grausame, sture und ignorante Person. Du basierst dein Urteil auf nur drei Begegnungen. Laß mich dich etwas fragen… hast du ihn jemals gefragt, was sein Ziel im Leben ist, wie seine Vergangenheit war, hat er Liebe erfahren, hat er Schmerz erfahren, hast du in seine Seele geblickt und nicht nur auf sein Äußeres? Bevor du nicht ihn kennst statt nur seinen „Typ“, hast du kein Recht, ihm aus dem Weg zu gehen. Du hast nicht nach seiner Schönheit gesucht, nach seinem Guten. Du hast nicht das Licht in seinen Augen gesehen. Sieh scharf genug hin, und du wirst immer ein Licht finden, und du kannst sogar helfen, es anwachsen zu lassen, wenn du dich nicht von diesen ersten drei Eindrücken abschrecken läßt. […]
Woher willst du wissen, daß Vertrauen, Mitgefühl und Schönheit diese Welt nicht zu einem besseren Ort machen und dieses Leben zu einem besseren? Mein Credo mag wie eine Phantasie klingen, die nie erreicht werden kann, aber probier es selbst aus und beobachte, welchen Effekt es auf das Leben der Menschen um dich herum hat. Du könntest womöglich eine Kettenreaktion starten.

(Rachel Scott: Schulaufsatz My Ethics, My Code of Life, Übersetzung: CS)

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Wie es ihre Mutter ausdrückt:

Wenn ich nach Worten suche, die ausdrücken, wie Rachel war, denke ich an Worte wie untraditionell, unorthodox und zeitgenössisch. […] Rachel studierte und las das Wort Gottes, und sie betete, aber vermutlich wäre keiner dieser Ansätze ihre erste Wahl gewesen, jemanden mit einer persönlichen Beziehung zu dem Herrn bekanntzumachen. […]
Es gibt Stellen im Neuen Testament, wo Jesus hinausgeht und Sünder besucht, Trinker und Prostituierte – kurz gesagt, all die Sorte Menschen, die heute in vielen religiösen Kreisen nicht willkommen wären. Rachel hatte ein Herz für diese Menschen, und das führte sie an Orte, wohin „traditionellere“ Christen nicht gehen würden.

(Beth Nimmo, Darrell Scott: Rachel’s Tears, Übersetzung: CS)

Brooks Brown, ein Freund sowohl Rachels als auch der Columbine-Täter Eric Harris und Dylan Klebold, beschreibt es aus seinem nicht-christlichen Blickwinkel:

Ich habe in der High School nie ein Geheimnis daraus gemacht, daß ich kein religiöser Mensch war, und fromme Christen kamen an und erzählten mir, ich würde in der Hölle landen. Sie benutzten Zitate aus der Bibel, um mir Beleidigungen an den Kopf zu werfen. […] Sie wollten nicht hören, was man über Gott oder die Welt dachte. Alles, was sie hören wollten, war „Jesus Christus ist mein Retter“ – und wenn wir dem nicht zustimmten, waren wir es nicht wert, daß sie mit uns Umgang pflegten. […]
Ich kann mich nicht erinnern, daß mich ein Christ jemals zuvor nach meinen Überzeugungen fragte, ohne ständig zu unterbrechen oder meine Gedanken zu übergehen oder einfach dazusitzen und zu kichern. Aber Rachel war überhaupt nicht so. Rachel hörte mir zu, während ich über Taoismus und meine Probleme mit der Bibel und der Kirche sprach. Sie war wirklich interessiert und schien mich nicht dafür zu verurteilen.
Sie sprach auch über ihre eigene Überzeugung, aber nicht als Versuch, mich zu bekehren. Sie erklärte einfach nur, und ich hörte aufmerksam zu, genauso wie sie es bei mir gemacht hatte. […]
„Woher kommt dein Glaube an Gott?“ fragte ich. „Immerhin siehst du Gott nicht, oder? Wie kannst du also sicher sein, daß er wirklich existiert?“
„Ich kann ihn sehen“, erwiderte sie. „Ich weiß, daß Gott real ist. Ich weiß es in meinem Herzen. Du kannst nur an das glauben, von dem du weißt, daß es wahr ist. Du kennst deine eigene Wahrheit. Ich kenne meine. Jeder sollte das in sich selbst finden können. […] Ich versuche nicht, hinauszugehen und Menschen zu bekehren. Ich möchte einfach ein Vorbild sein. Ich will mein Leben für Gott leben und andere Leute daraus machen lassen, was sie wollen.“ […]
Man stelle sich vor, was für ein besserer Ort diese Welt durch die Jahrtausende hätte sein können, wenn mehr Menschen Rachel Scotts Sichtweise geteilt hätten. […]
Falls Eric und Dylan dachten, es all den Leuten heimzuzahlen, die sich über sie lustig gemacht hatten, begingen sie mit Rachels Ermordung einen furchtbaren Fehler. Wenn es einen Menschen gab, der sie akzeptiert hätte, dann war sie es.

(Brooks Brown, Rob Merritt: No Easy Answers, Übersetzung: CS)

Mit Eurem Wesen sollt Ihr Eurem Nächsten geben, Eurer Art! Nicht etwa unbedingt mit Geld und Gut. Dann würden ja die Mittellosen von der Möglichkeit des Gebens ausgeschlossen sein. Und in diesem Wesen, in dem „Sichgeben“ in dem Umgange mit Eurem Nächsten, in der Rücksicht, Achtung, die Ihr ihm freiwillig bietet, liegt das „Lieben“, das uns Jesus nennt, liegt auch die Hilfe, die Ihr Eurem Nächsten leistet, weil er darin sich selbst zu ändern oder seine Höhe weiter zu erklimmen fähig wird, weil er darin erstarken kann.
(Vortrag „Aufstieg“)

Und damit hatte sie das Potential, weltverändernd zu wirken. Darüber hinaus jedoch strebte die junge Rachel danach, als Instrument Gottes zu wirken. In ihren Tagebüchern schreibt sie von Strecken des Zweifels, der Einsamkeit, des Unverstandenseins, aber aus allen heraus klingt ihr unerschütterliches Vertrauen in Gott, den sie bittet, als Licht für die Menschheit dienen zu dürfen.

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Jugendliche Täter, jugendliches Opfer

Ein Mensch kann überhaupt nicht von einem Dämon „besessen“ sein! Das geht schon aus ganz natürlichen Gründen nicht; denn der Kern des Menschen ist Geist, ein Dämon aber Wesen, einst harmlos, doch durch Menschengeistwollen zum Dämon großgezogen. Und da Geist höher ist als Wesen in seiner Beschaffenheit, so vermag Wesen den Geist nicht zu verdrängen, auch nicht zeitweise, was bei Besessensein notwendig ist. Der Mensch kann aber dämonisch beeinflußt sein! Das ist ein großer Unterschied; denn zur Beeinflussung gehört ein gewolltes inneres Entgegenkommen des betreffenden Menschen, sei es nun hervorgerufen durch sein Handeln, also einen von außen nach innen wirkenden Vorgang, oder durch sein eigenes Wollen, irgendeinen Hang, den er sich angeeignet, also zur Eigenschaft gemacht hat. In diesem Falle öffnet er sich zuerst innerlich diesem üblen Einflusse und wirkt dann beeinflußt nach außen.
Dämonisch beeinflußt sein kann also nicht ohne eigenes Wollen geschehen. Aus
diesem Grunde wird auch eine Heilung oder Hilfe sehr erschwert. Der Zustand ist auch viel gefährlicher für den Menschen selbst und für seine Umgebung, da er berechnender, heimtückischer, vollkommen bewußt handelnd wirkt.
(Abd-ru-shin: Fragenbeantwortungen)

Wie ein Gedanke bei seinem Entstehen gleichzeitig mitempfunden wird, schwächer oder stärker, so wird auch sein feinstoffliches Gebilde entsprechendes Leben in sich tragen. Dicht bevölkert ist diese Gedankenwelt. Ganze Zentralen haben sich durch die gegenseitige Anziehungskraft gebildet, von denen durch ihre gesammelte Kraft Beeinflussungen ausströmen auf die Menschen.
In erster Linie immer auf die, die für die Gleichart geneigt sind, die also Ähnliches in sich tragen. Diese werden dadurch gestärkt in ihrem entsprechenden Willen und zu immer erneuter Zeugung ähnlicher Gebilde angeregt, die gleichartig wirkend in die Welt der Gedankenformen treten.
Aber auch andere Menschen, die diese Eigenarten nicht in sich tragen, können davon belästigt und nach und nach dazu herangezogen werden, wenn diese Zentralen durch dauernd neuen Zustrom ungeahnte Kraft erhalten. Geschützt davor sind nur die, die Andersartiges in größerer Stärke besitzen, wodurch eine Verbindung mit Nichtähnlichem unmöglich wird.
Nun sind es aber leider Haß, Neid, Mißgunst, Lüsternheit, Geiz und alle anderen Übel, die durch ihre größere Zahl der Anhänger die stärksten Kraftzentralen in der Welt der Gedankenformen haben. Weniger die Reinheit und die Liebe. Aus diesem Grunde nimmt das Übel mit unheimlicher Schnelligkeit an Ausdehnung zu. Dazu kommt, daß diese Kraftzentralen der Gedankenformen wiederum Verbindung erhalten mit den gleichartigen Sphären des Dunkels. Von dort werden sie besonders angefacht zu immer stärkerer Wirksamkeit, so daß sie weiterleitend unter der Menschheit förmliche Verheerungen anzurichten vermögen.

(Vortrag „Gedankenformen“)

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Es ist interessant, daß nicht nur Rachel, sondern auch Eric Harris und Dylan Klebold Tagebuch führten. Im Zuge der Ermittlungen nach Columbine wurden diese Schriften natürlich ausgiebig analysiert, und was Psychologen mit großer Übereinstimmung feststellten, läßt aus geistiger Hinsicht interessante Vergleiche zu. So sind sich die Analysierenden einig, daß Eric Harris eine psychopathische/soziopathische Persönlichkeit besaß und es zweifelhaft ist, daß ihm hätte geholfen werden können. Aus Sicht der Gralsbotschaft ergibt sich eine Umkehrung von Ursache und Wirkung: Nicht eine im Gehirn begründete „Persönlichkeitsstörung“ lag seiner haßerfüllten und gewaltverherrlichenden Weltsicht zugrunde, sondern die inkarnierte Seele brachte vermutlich diese Persönlichkeit bereits mit, die während der Kindheit lediglich schlummerte.

Durch die Umhüllung des grobstofflichen Körpers ist die Seele eines Menschen während aller Kinderjahre isoliert von den Strömungen, welche von außen her die Seele zu erreichen suchen. Alles Dunkle, Üble, was den Erdenplan belebt, findet seinen Weg zur Seele durch den grobstofflichen Erdenkörper abgeschnitten. Es kann dadurch auch keinen Einfluß auf das Kind gewinnen, kann ihm nicht Schaden bringen. Das Böse aber, das eine nochmals inkarnierte Seele von dem früheren Erleben mit sich brachte, bleibt ihr natürlich ebenso erhalten in der Kinderzeit.
Der Körper bildet diese Scheidewand, solange er noch unfertig und unreif ist. Es scheint, als ob die Seele sich in eine Burg zurückgezogen hätte, bei der die Zugbrücke emporgezogen ist. Eine unüberbrückbare Kluft besteht während dieser Jahre zwischen der Kinderseele und der feinstofflichen Schöpfung, in der die feinstofflichen Schwingungen von Schuld und Sühne leben.

(„Die Sexualkraft in ihrer Bedeutung zum geistigen Aufstiege“)

Vielleicht deshalb schrieb Eric Harris einen hochgelobten Aufsatz über seine Kindheitserlebnisse, und vielleicht deshalb überkamen ihn in einem selbstgedrehten Video, als er – in einer Zeit, in der er Pläne über Massenmord und Zerstörung schmiedete– darüber reminiszierte, Kindheitsfreunde zu besuchen, beinahe die Tränen. Es mag eine schwach empfundene Regung seines Geistes gewesen sein, seines besseren Kerns, der in der unbeschwerten, glücklichen Kindheit eine Erinnerung an Zeiten erkannte, als er sich noch nicht so sehr dem Dunkel hingegeben hatte.

Dieses Weichstimmen könnte der beste Boden zum Erwachen werden, wenn er genützt würde, sofort und auch mit aller Kraft! Aber leider kommen die Erwachsenen dabei nur noch in Träumereien, wobei die aufsteigende Kraft vergeudet wird, verspielt. Und in den Träumereien geht auch die Gelegenheit vorüber, ohne Nutzen bringen zu können oder verwendet worden zu sein.
Selbst wenn so mancher Mensch dabei einige Tränen fließen läßt, er schämt sich derer, sucht sie zu verbergen, rafft sich auf mit einem körperlichen Ruck, in dem so oft ein unbewußter Trotz erkennbar wird.
Wie vieles könnten Menschen bei dem allen lernen. Nicht umsonst webt sich in die Erinnerungen an die Kindheit eine leise Wehmut mit hinein. Es ist das unbewußte Nachempfinden, daß etwas verloren ist, was eine Leere hinterlassen hat […].

(„Weihnachten“)

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Der analytische Befund zu Dylan Klebold unterscheidet sich wesentlich von dem Eric Harris’. Die Psychologen diagnostizierten anhand seiner Tagebücher schwere Depressionen, und es ist eine verbreitete Meinung, daß sein Beweggrund für die Teilnahme an dem Massaker anders als Eric Harris’ nicht Lust am Töten war, sondern der Wunsch zu sterben. In der Erforschung ähnlicher Gewalttaten hat sich über die Jahre herausgestellt, daß, wenn zwei Täter beteiligt waren, es immer eine Zusammensetzung aus einer psychopathischen und einer depressiven Persönlichkeit war – eine „tödliche Dyade“. Hier gravitieren sichtlich zwei grundverschiedene, aber sich dadurch zu einem Ganzen ergänzende Seelen zueinander.

Es gibt also in dem Schöpfungswirken ein Anziehen und ein Anschlußverlangen! Die Wirkung beider Vorgänge ist nach außen hin gleich erscheinend. Die von innen dazu treibende Kraft ist jedoch ganz verschieden.
Die
Anziehung erfolgt von gleichen, in sich abgeschlossenen Arten aus, und das Anschlußverlangen liegt in den Artspaltungen, die bestrebt bleiben, wieder eine Art zu bilden!
Der von den Menschen aufgestellte Satz, daß Gegensätze sich berühren, gleiche Pole aber abstoßen, steht deshalb nur in
anscheinendem Widerspruche zu dem Gesetz der Anziehung der Gleichart. […]
Der Mensch selbst ist zum Beispiel keine bestimmte Art, sondern nur eine Spaltung, die Anschlußverlangen in sich trägt.

(„Verbogene Seelen“)

Ohne Ausnahme wurde Dylan Klebold von allen, die ihn kannten, als freundlich und hilfsbereit, wenn auch introvertiert, schüchtern und perfektionistisch beschrieben, und entsprechend konnten sich viele seine Teilnahme an dem Columbine-Massaker nur mit Erpressung, Drogeneinfluß oder gar Besessenheit erklären. Erst unter Berücksichtigung seiner nicht erkannten Minderwertigkeitsgefühle und Depression ergab sich ein anderes Bild. Vor allen Dingen enthüllen die Tagebuchaufzeichnungen eine erschreckende Passivität, die von Psychologen der Depression zugeschrieben wird – aber aus geistiger Sicht betrachtet vermutlich eher deren Ursache ist.

Minderwertigkeitskomplexe, wie es so schön heißt, kommen dort vor, wo sich der Geist nicht frei entfalten kann. Es ist sogar in vielen Fällen ein Beweis dafür, daß ein solcher Mensch geistig stärker ist, als er sich zeigen kann, deshalb leidet er unter dem Drucke einer ihm unbekannten Hemmung. […]
Aber es gibt auch noch eine andere Ursache dafür, bei der wenig zu helfen ist: das ist die Trägheit des Geistes! Der Mensch könnte sich schon selbst dazu aufraffen, den Druck abzuwerfen, wenn er nur wollte. Aber er ist zu bequem dazu und möchte, daß es andere tun.

(Fragenbeantwortungen)

Trägheit oder Schwäche des Geistes ist stets selbstverschuldet, kann aber von der Menschheit nicht erkannt werden. Der Zustand ist wiederum eine Folge der Verstandesherrschaft, die den Geist beengt und einmauert, ihn unterdrückt. […]
Ein Mensch mit müdem Geiste kann aber außergewöhnlich lebhaft im Denken sein, ebenso im Lernen, weil Geistesträgheit mit Verstandesschärfe gar nichts zu tun hat […].

(Vortrag „Besessen“)

Wenn auch die Ursachen für das Massaker tiefer liegen, so wurde es in seiner äußerlichen Form doch teilweise inspiriert von dem gewaltverherrlichenden Film Natural Born Killers, aus dem Dylan Klebold (offenbar unbewußt) in einem Video wörtlich zitierte.

Ich will hier nicht eingehen auf andere Abwege, bei denen der Geist ebenso zuviel der Sexualkraft für falsche Zwecke benötigt und damit für den Hauptzweck zu wenig hat, wie bei dem Lesen von Büchern, die in der Phantasie eine falsche Welt entstehen lassen, und anderes mehr.
(„Okkulte Schulung, Fleischkost oder Pflanzenkost“)

Die trotz aller Gewalt und Brutalität wesentliche Aussage des Films, Liebe sei das einzige, das den „inneren Dämon“ besiege, übersah der junge Mann dabei geflissentlich.

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Es fällt auf, daß dieser Ausdruck des Geistes – sei es in Rachels hohem Streben nach dem Licht, aber auch gelegentlichen Gefühlen von Verlassenheit, Erics weltumfassendem Haß und Dylans Zerrissenheit zwischen Sehnsucht nach Seelenliebe und vernichtenden Minderwertigkeitsgefühlen – bei allen in das gleiche Alter fiel.

Unterdessen reift der junge Körper heran, und nach und nach erwacht in ihm die Sexualkraft, die nur in der Grobstofflichkeit liegt. Sie ist die feinste und edelste Blüte aller Grobstofflichkeit, das Höchste, was die grobstoffliche Schöpfung bieten kann. In ihrer Feinheit bildet sie den Gipfel alles Grobstofflichen, also Irdischen, das dem Wesenhaften als äußerster lebendiger Ausläufer der Stofflichkeit am nächsten kommt. Die Sexualkraft ist das pulsierende Leben der Stofflichkeit und kann allein die Brücke bilden zu dem Wesenhaften, das wiederum den Fortgang zu dem Geistigen vermittelt.
Aus diesem Grunde ist das Erwachen der Sexualkraft in dem grobstofflichen Körper wie der Vorgang des Herablassens der Zugbrücke einer bisher verschlossenen Burg. Damit kann dann der Bewohner dieser Burg, also die Menschenseele, vollgerüstet streitbar hinaus, in gleichem Maße jedoch auch die diese Burg umlagernden Freunde oder Feinde zu ihm hinein. Diese Freunde oder Feinde sind in erster Linie feinstoffliche Strömungen guter oder übler Art, aber auch Jenseitige, die nur darauf warten, daß man ihnen durch irgendeinen Wunsch die Hand reicht, wodurch sie in die Lage kommen, sich fest einzuhaken und gleichartigen Einfluß auszuüben. […]
Bei normalem Heranreifen kann auch natürlichem Geschehen heraus immer nur auf beiden Seiten gleiche Stärke sein. […] Wenn der Burgbewohner aber
freiwillig einem außenbefindlichen feinstofflichen Freunde oder Feinde, auch Strömungen, die Hand reicht, also durch eigenen Wunsch oder freien Entschluß, so ist es natürlich ganz anders. Da er sich dadurch in eine bestimmte Art der außerhalb wartenden Belagerer einstellt, so können diese leicht die zehn- oder hundertfache Kraft entfalten gegen ihn. Ist diese gut, erhält er Hilfe, Segen. Ist sie aber böse, erntet er Verderben. […]
Die Sexualkraft hat die Aufgabe und auch die Fähigkeit, das ganze
geistige Empfinden einer Seele irdisch zu „durchglühen“. Der Geist kann dadurch erst rechte Verbindung mit der gesamten Stofflichkeit erhalten, wird deshalb auch erst irdisch vollwertig. […]
Deshalb setzt hier nun die Verantwortlichkeit ein! Ein ernster Wendepunkt in jedes Menschen Sein. […]
Mit Eintritt der Sexualkraft regt sich in erster Linie eine gewaltige Schwungkraft nach oben, zu allem Idealen, Schönen, Reinen! Bei unverdorbener Jugend beiderlei Geschlechtes ist das deutlich zu beobachten. Daher die von Erwachsenen leider oft belächelten Schwärmereien der Jugendjahre. Deshalb auch in diesen Jahren die unerklärlichen, leicht schwermütigen Empfindungen.
Die Stunden, in denen es scheint, als ob ein Jüngling oder eine Jungfrau den ganzen Weltschmerz zu tragen hätte, wo Ahnungen eines tiefen Ernstes an sie herantreten, sind nicht unbegründet.
Auch das so häufig vorkommende Sich-nicht-verstanden-Fühlen trägt in Wirklichkeit viel Wahres in sich. Es ist das zeitweise Erkennen der falschen Gestaltung der Umwelt, die den geheiligten Ansatz zu einem reinen Höhenfluge nicht verstehen will, noch kann, und erst zufrieden ist, wenn diese so stark mahnende Empfindung in den reifenden Seelen herabgezerrt wird in das ihnen verständlichere „Realere“ und Nüchterne, das sie als der Menschheit besser angepaßt erachten und in ihrem einseitigen Verstandessinne für das einzig Normale halten!
Der geheimnisvoll ausstrahlende Reiz einer unverdorbenen Jungfrau oder eines unverdorbenen Jünglings ist nichts anderes, als der von ihrer Umgebung mitempfundene
reine Auftrieb der erwachenden Sexualkraft nach Höherem, Edelstem, in Vermählung mit der Geisteskraft!
Sorgsam hat der Schöpfer darauf Bedacht gelegt, daß dies bei dem Menschen erst in ein Alter fällt, wo er sich seines Wollens und Handelns voll bewußt sein kann. Dann ist der Zeitpunkt da, an dem er alles Zurückliegende in Verbindung mit der nun in ihm liegenden Vollkraft spielend abzuschütteln vermag und abschütteln sollte. Es würde sogar von selbst abfallen, wenn der Mensch das Wollen zu dem Guten beibehält, wozu es ihn in dieser Zeit unaufhörlich drängt. Dann könnte er, wie die Empfindungen ganz richtig andeuten, mühelos emporsteigen zu der Stufe, auf die er als Mensch gehört!
Sehet das Verträumtsein der unverdorbenen Jugend! Es ist nichts anderes als das Empfinden des Auftriebes, des Sich-losreißen-Wollens von allem Schmutz, die heiße Sehnsucht nach Idealem. Die treibende Unruhe aber ist das Zeichen, die Zeit nicht zu versäumen, sondern energisch das Karma abzuschütteln und mit dem Emporsteigen des Geistes
einzusetzen.
Es ist etwas Herrliches, in dieser geschlossenen Kraft zu stehen,
darin und damit zu wirken! Jedoch nur, solange die Richtung eine gute ist, die der Mensch erwählt. Es gibt aber auch nichts Erbärmlicheres, als diese Kräfte einseitig in blindem Sinnestaumel zu vergeuden und seinen Geist damit zu lähmen.
(„Die Sexualkraft in ihrer Bedeutung zum geistigen Aufstiege“)

Obwohl viele von Dylan Klebolds Einträgen den erwachsenen Leser tatsächlich lächeln lassen – denn wer erinnert sich nicht an ähnlich phantasiebeladene Vorstellungen der eigenen Jugendjahre? –, ist ein bemerkenswertes Element für den spirituell ausgerichteten Menschen ein deutlich erkennbares Streben nach Hohem, Reinem (letzteres ein häufig auftauchendes Wort in den Aufzeichnungen). Es ist begraben unter allerlei falschen Ansätzen und Ideen, eine sichtlich verschwommene Vorstellung für den jungen Mann, der es mangels einer geistigen oder religiösen Überzeugung in vage, wechselnde Formen preßte, in späteren Einträgen in ein Überlegensheitsdenken und einen „Gott-Komplex“ – Gedankengänge, die durchaus beeinflußt sein mochten von Eric Harris‘ Superioritätswahn. Nichtsdestotrotz erkennt man geistige Ansätze in seiner klaren (wenn auch falsch interpretierten) Trennung zwischen seinem wahren Ich und seiner „menschlichen Form“ und vor allem seiner romantisierten Sicht der „Reinheit“ eines angeschwärmten Mädchens, seinem Versuch, sich im Gegenzug „rein“ zu halten, um ihrer wert zu sein.

Rachel Scott kämpfte mit ähnlichen Herausforderungen, doch durch ihren christlichen Glauben hatte sie konkrete Richtlinien, denen sie folgte. Auch sie strebte nach Hohem, danach, daß Gottes Licht aus ihr leuchten möge, um den Menschen den richtigen Weg zu zeigen. Und auch sie machte sich Gedanken über das andere Geschlecht und ihr Bedürfnis nach Reinheit.

Rachel hatte einen Freund, für den sie wirklich große Gefühle hegte, und mit der Zeit begann sie sich Sorgen zu machen, wohin sich ihre Beziehung körperlich entwickeln würde. Sie hatte Angst, ihren tiefverwurzelten moralischen Standard und ihre Vorstellungen von sexueller Reinheit zu verletzen.
Was machte sie? Sie gab ihren Freund auf. Sie verließ den vermutlich einzigen jungen Mann, den sie liebte, weil sie nicht wollte, daß die Beziehung sie von dem abwendete, wozu sie berufen war. Es war schwer für sie, und sie schrieb über ihren Kampf in ihren Tagebüchern.

(Rachel’s Tears)

Der Mensch von heute ist in dieser Beziehung nicht normal, sondern er trägt einen krankhaften, bis auf das Zehnfache gesteigerten sexuellen Trieb mit sich, dem er in hundertfältigen Formen und Arten einen Kult zu erbauen sucht, der zum Verderben der ganzen Menschheit werden muß.
Ansteckend, übertragend wie ein Pesthauch wirkt dies alles mit der Zeit auch auf die, die sich noch krampfhaft anzuklammern suchen an ein Ideal, das ihnen im Verborgenen ihres Halbbewußtseins vorschwebt. Sie strecken wohl verlangend ihre Arme darnach aus, lassen diese aber seufzend immer wieder sinken, hoffnungslos, verzweifelt, wenn sich ihr Blick auf die Umgebung richtet.

(Vortrag „Sittlichkeit“)

Fragt, wo Ihr wollt, was Keuschheit ist, Ihr werdet überall als Antwort den Begriff für körperliche Unberührtheit in irgendeiner Form erklärt erhalten, jedenfalls gipfelt für die Erdenmenschen darin ihre Anschauung.
Das zeugt so ganz von kleiner Denkungsart der Menschen, die sich dem Verstande unterordnen, welcher selbst die Grenzen alles Irdischen gezogen hat, weil er nicht weiter reichen kann mit seinen Fähigkeiten, die aus Irdischem geboren sind. […]
Keuschheit ist anders als die Menschen es sich denken, viel umfassender, größer, sie verlangt nicht, gegen die Natur sich einzustellen […].

(„Keuschheit“)

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Vorausgeahnter Tod und Folgen

In den Monaten vor ihrem Tod, als sich Rachels Ernsthaftigkeit ihrer Überzeugung gegenüber intensivierte, nahm das Geistige zunehmend mehr Raum in ihrem Leben ein.

April 20, 98

Es ist, als hätte ich ein schweres Herz und diese Last auf meinem Rücken… aber ich weiß nicht, was es ist. Ich könnte weinen wegen irgend etwas in mir… und ich weiß nicht einmal, was es ist. Dinge haben sich definitiv geändert. Die letzte Woche war so schwer… […] Ich habe alle meine Freunde an der Schule verloren. Jetzt, wo ich angefangen habe, meine Worte zu leben, machen sie sich über mich lustig. Ich weiß nicht einmal, was ich getan habe. Ich muß nicht einmal wirklich etwas sagen, und sie weisen mich ab.
Ich habe keine persönlichen Freunde mehr an der Schule. Aber weißt du was… für mich ist es das alles wert. […] Ich werde meinen Glauben ihnen gegenüber nicht rechtfertigen, und ich werde nicht das Licht verstecken, das Gott in mich gelegt hat.

(Rachel’s Tears)

Ihre Empfindung war wach, womit sich vieles erklärt, was ihre Familie, die nach ihrem Tod durch Tagebücher davon erfuhr, einer Eingabe durch Gott zuschreibt: Sie sah voraus, daß ihr Vater sie eines Tages in der beliebten Talkshow Oprah sehen würde (nach Rachels Tod war Darrell Scott zu Gast bei Oprah, wo er die große Bildprojektion eines Fotos seiner Tochter zu sehen bekam); mit dreizehn Jahren zeichnete sie die Umrisse ihrer Hände auf die Rückseite eines Schranks und schrieb dazu: „Diese Hände gehören Rachel Joy Scott und werden eines Tages Millionen von Herzen berühren“ (ihre Hand ist heute eines der Symbole der Organisation Rachel’s Challenge, die seit Jahren in ihren Programmen Rachels Geschichte und ihr Lebensmotto verwendet, um Mobbing an Schulen entgegenzuarbeiten – und damit bereits Millionen von Menschen berührt hat). Nicht zuletzt war Rachel schon früh bewußt, daß sie jung sterben würde. Mehrere Freunde berichteten von Anmerkungen, die sie darüber fallen ließ, und am 2. Mai 1998 notierte Rachel in ihrem Tagebuch:

Dies wird mein letztes Jahr sein, Herr.
Ich habe erhalten, was ich konnte.
Danke.

(Rachel’s Tears)

Es war ein Mann namens Frank Amedia, der Rachels Beisetzung einen Monat zuvor auf CNN gesehen hatte. […] Er sagte, daß er dreimal in seinem Leben Träume gehabt habe, von denen er wußte, daß sie von Gott kämen. Die ersten beiden betrafen sein Geschäft […]. Sein dritter Traum fand kurz nach Rachels Beisetzung statt. Er träumte von ihren Augen und einer Tränenflut, die etwas bewässerte, das er in seinem Traum nicht richtig sehen konnte. Er war entschieden, was die Augen und Tränen betraf und wollte wissen, ob mir das etwas sagte. Er war enttäuscht, als ich sagte: „Nein, Frank, ich habe keine Idee, was das bedeutet.“ Er sagte mir, daß der Traum ihn tagelang verfolgt habe, und er wußte, daß es einen Grund dafür gab. […]
Mehrere Tage vergingen, und ich vergaß meine Unterhaltung mit Frank. Dann erhielt ich einen Anruf von der Polizei, um mich wissen zu lassen, daß sie Rachels Rucksack freigäben, den sie trug, als sie ermordet wurde. Der Rucksack hatte ein Einschußloch, und sie hatten ihn als Beweisstück zurückgehalten, um festzustellen, aus wessen Waffe die Kugel stammte.
Wir vermuteten, daß Rachels letztes Tagebuch noch in dem Rucksack war, aber es waren tatsächlich zwei. [..]
Ich blätterte zum Ende ihres letzten Tagebuchs und konnte nicht glauben, was mich von der letzten Seite her anstarrte! Eine Zeichnung ihrer Augen mit einem Tränenstrom, der eine Rose bewässerte! Später wies jemand darauf hin, daß es dreizehn klare Tränen waren, die aus ihren Augen fielen, bevor sie die Rose berührten und sich in etwas verwandelten, das wie Bluttropfen aussah. Es gab natürlich dreizehn Opfer der zwei Mörder. Ich war so verblüfft, daß ich kaum atmen konnte. Eine Woche zuvor hatte ein völlig Fremder, der mehr als eintausend Meilen entfernt wohnte, exakt das beschrieben, was ich in Rachels letztem Tagebuch sah!

(Rachel’s Tears)

Später sollten ihre Eltern erfahren, daß Rachel die Zeichnung in einer der Schulstunden vor ihrem Tod angefertigt hatte. In einem Gespräch mit einer Freundin erwähnte Rachel außerdem, daß sie fühlte, irgend etwas sei seltsam an diesem Tag.

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Wir entdeckten die gleiche Rose in einem früheren Tagebuch, ein Jahr vor Rachels Tod gezeichnet. Die erste Zeichnung zeigt einfach die Rose mit den blutigen Tropfen, nicht ihre Augen oder die Tränen. Die erste Zeichnung stellt außerdem die Rose dar, wie sie aus einer Akelei [engl.: columbine] herauswächst. Columbine High School erhielt ihren Namen von der Staatsblume. Dazu hatte sie ein Kreuz gezeichnet mit den Worten: „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde“! […]
Ich teilte diese Geschichte in Jackson, Tennessee, mehrere Wochen, nachdem ich Rachels Zeichnung zum ersten Mal gesehen hatte. Am Ende der Versammlung kam ein junges Mädchen zu mir, einfach nur schluchzend. Sie sagte: „Mr. Scott, ich wußte nicht, worüber Sie reden würden, bevor Sie kamen, aber ich hatte mich dazu gedrängt gefühlt, daß Sie einige Verse aus der Bibel lesen sollten, und hier sind sie.“ Sie gab mir ihre Bibel, und sie war bei Jeremia 31:15-17 aufgeschlagen:
So spricht der Herr: Man hört eine klägliche Stimme und bitteres Weinen auf der Höhe; Rahel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen.
Aber der Herr spricht also: Laß dein Schreien und Weinen und die Tränen deiner Augen; denn deine Arbeit wird wohl belohnt werden, spricht der Herr. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes;
und deine Nachkommen haben viel Gutes zu erwarten, spricht der Herr; denn deine Kinder sollen wieder in ihre Grenze kommen.

(Rachel’s Tears, Bibelzitate nach Luther)

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Die genauen Umstände von Rachels Tod werden nur gemutmaßt. Es existiert ein Augenzeugenbericht, den I’m Not Ashamed seiner Darstellung zugrundelegt und der wahr oder nicht wahr sein mag.

Die meisten Geschichten wurden Richard Castaldo zugeschrieben, dem jungen Mann, der an jenem schicksalhaften Morgen mit Rachel außerhalb der Columbine-Bibliothek Lunch aß.
Richard, der mehr als ein halbes Dutzend Mal getroffen wurde und gelähmt bleibt, hat Schwierigkeiten, Erinnerungen an diesen Tag zurückzurufen, aber während der Aufnahmen für ein Segment für NBCs
Dateline -Nachrichtenmagazin im Januar 2000 bestätigte Richards Mutter, daß sie gehört habe, wie ihr Sohn Rachels Tod am Tag nach der Tragödie beschrieb.
Richards frühester Aussage zufolge saßen er und Rachel draußen, als sie Harris und Klebold herankommen sahen. Ohne Warnung eröffneten die beiden jungen Männer das Feuer, dabei Richards Rückgrat durchtrennend und Rachel zweimal in ihre Beine und einmal in ihren Torso treffend.
Während Richard benommen am Boden lag und Rachel versuchte, in Sicherheit zu kriechen, begannen die Täter wegzugehen, nur um Sekunden später zurückzukehren. Diesmal packte Harris angeblich bei den Haaren, hielt ihren Kopf hoch und stellte ihr die Frage: „Glaubst du an Gott?“
„Du weißt, daß ich das tue“, erwiderte Rachel.
„Dann geht zu Ihm“, gab Harris zurück, bevor er sie in den Kopf schoß.

(Rachel’s Tears)

Bei der Suche nach Märtyrern in der Tragödie, die bisweilen bizarre Züge trug, wie im Fall der bereits 1999 widerlegten, auf einem simplen Irrtum beruhenden, aber von seiten der Kirche bis heute bewußt aufrechterhaltenen Legende um Cassie Bernall oder der unbelegbaren Behauptung, die beiden Täter hätten bewußt christliche Opfer gewählt, wird in Rachels Tod von religiöser Seite mehr hineininterpretiert, als vermutlich vorhanden war.

Der Vorgang des Todes selbst ist weiter nichts als die Geburt in die feinstoffliche Welt. Ähnlich dem Vorgange der Geburt in die grobstoffliche Welt. Der feinstoffliche Körper ist mit dem grobstofflichen Körper nach der Lösung eine Zeitlang wie durch eine Nabelschnur verbunden, die um so weniger fest ist, je höher der also in die feinstoffliche Welt Geborene seine Seele schon in dem Erdensein nach der feinstofflichen Welt hin entwickelt hat. […]
Anders mit den Menschen, die den Aufstieg zu allem Edleren schon in dem Erdensein begannen. Weil diese die Überzeugung des Schrittes in die feinstoffliche Welt lebendig in sich tragen, ist die Loslösung auch viel leichter. Der feinstoffliche Körper und mit ihm die Verbindungsschnur ist nicht dicht, und dieser Unterschied in ihrer gegenseitigen Fremdheit mit dem grobstofflichen Körper läßt die Loslösung auch sehr schnell erfolgen, so daß der feinstoffliche Körper während des ganzen sogenannten Todeskampfes oder der letzten Muskelzuckungen des grobstofflichen Körpers schon lange neben diesem steht, wenn überhaupt von einem Todeskampfe bei normalem Sterben eines solchen Menschen gesprochen werden kann. Der lose, undichte Zustand des Verbindungsstranges läßt den danebenstehenden feinstofflichen Menschen keinerlei Schmerzen mitempfinden, da dieser leichte Verbindungsstrang in seinem undichten Zustande keinen Schmerzleiter vom Grobstofflichen zum Feinstofflichen abgeben kann.
Dieser Strang sprengt auch infolge seiner größeren Feinheit die Verbindung schneller, so daß der feinstoffliche Körper in viel kürzerer Frist vollkommen frei wird und dann nach der Region in die Höhe schwebt, die aus der gleichen feineren und leichteren Art besteht.

(Vortrag „Der Tod“)

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Aus geistiger Sicht bliebe noch vieles zu Columbine zu sagen. Wer sich selbst mit der Thematik auseinandersetzen möchte, dem seien insbesondere Dave Cullens umfassendes Werk empfohlen sowie die Bücher Beth Nimmos und Darrell Scotts (nicht in deutscher Übersetzung erschienen) und das auch übersetzt vorliegende Buch Sue Klebolds, der Mutter eines der Täter.
In einer persönlichen Nebenanmerkung noch etwas zum Thema Vorurteile. Während Bekenner der Gralsbotschaft über das simple Himmel-und-Hölle-Konzept hinausblicken, das viele Christen auf die „Nachwirkungen“ von Columbine anwenden, sind sie damit doch nicht unbedingt weiser. Ich nehme mich da überhaupt nicht aus, im Gegenteil: Ich kann ja in erster Linie nur aus meinem Blickwinkel berichten. Und da hat man nun einmal gewisse Vorstellungen von karmischen Verstrickungen, Ebenen des Dunkels und der Notwendigkeit des Erkennens. Diese sind sicherlich nicht falsch. Aber in unserem Verständnis für die grundlegenden Zusammenhänge vernachlässigen wir vielleicht ein wenig zu oft die stillen „Wunder“ der Schöpfungsgesetze. Um es konkret zu sagen: Angesichts der Bindungen, die sich die beiden Täter auferlegt haben, angesichts des feinstofflichen Umfeldes, das sie sich schufen, ging ich davon aus, daß es eine sehr lange Zeit brauchen würde, ehe sie überhaupt zu besserer Erkenntnis kämen. Und darin mußte ich Demut erlernen und Staunen, Freude und Lobpreisung. Ich kann nicht auf Details eingehen, weil sie doch extrem privat sind und ganz andere Personen betreffen als mich, aber mir wurde ein Stück künftigen Lebensweges eines der Täter gezeigt, das im karmischen Zusammenhang völlig Sinn macht, aber mir nie zu Gedanken gekommen wäre. „Natürlich!“ sagte ich damals, halb lachend und halb weinend. So naheliegend. Und doch hatte ich bis zu dem Zeitpunkt wie so viele andere bei Columbine haltgemacht. Während der betreffende Geist innerhalb dieser wenigen siebzehn Jahre mit Riesenschritten vorangekommen sein muß, daß ich ihn so sehen konnte wie ich ihn sah. Mein Punkt ist: Wir wissen doch nichts über die Zusammenhänge. Folglich sollten wir uns hüten, ein Urteil zu sprechen – es könnte sein, daß wir uns als blind und ahnungslos ausweisen.

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1 Kommentar

  1. English translation:
    I’m not a fan of the Grail Message’s English translation. I appreciate the effort that went into it (I personally wouldn’t have dared to attempt it), but I think it could use some reworking. Aside from a few glaring errors there are extra-complicated sentence structures, and generally it reads much more esoteric in English than in the German original, though that might be my personal impression.


    Faith must be a living thing, that is to say, it must become even more than conviction, it must become a deed! It becomes a deed as soon as it permeates everything – all intuitions, all thoughts, all actions. Coming from within the man, it must unobtrusively become visible and noticeable as a matter of course in all that appertains to him! It must not only be hung out as a mask or a shield, but all that becomes manifest outwardly should merely be a result of the natural radiation of the inner spiritual core!
    In plain words, true faith must be a power which, radiating from the spirit of man, permeates the flesh and blood and so becomes something quite natural – nothing artificial or forced, nothing studied, but normal life!

    (Abd-ru-shin: In the Light of Truth – Grail Message, Lecture “Faith”)

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    Although I’m Not Ashamed falls into the category of Christian films already covered here (Part 1, Part 2), it deserves its own entry in this series. Based on the book Rachel’s Tears by her parents Beth Nimmo and Darrell Scott as well as journals, it tells the story of the short life of Rachel Scott, one of the victims of the school shooting at Columbine High School on April 20th, 1999.

    Notwithstanding the quick-to-judge commentators on the net who started a negative debate right after the release of the trailer in the autumn of 2015 (the release date was pushed back twice), I’m Not Ashamed is no Columbine film. Naturally it culminates in the events of April 20, and the school is an important element of the plot, but it focuses on the life, not the death of the remarkable young girl. Artistic licence, of course, is in use; the producers concentrated more on a universal message than on staying true to real events, and for reasons of anonymity names were changed and several real persons merged into one fictional character.
    The film was coproduced by Beth Nimmo, Rachel’s mother, who belongs to a strictly conventional, evangelical faith and, as ugly as it sounds, markets the story of her daughter (whom she calls a martyr) in a way for her faith and as a witnessing tool. As such the movie, being a Christian production, concentrates mainly on religious messages. Rachel’s father, Darrell Scott, on the other hand has understood the fixation on Christian religion as a barrier to the spreading of Rachel’s much more universal message of charity, compassion, positive influences and the seeing-of-the-best-in-others; his organisation Rachel’s Challenge is non-religious.

    In many aspects, Rachel Scott embodied “the human being as they should be”, or at least the adolescent human being who was growing into what they could and should be: Deeply spiritual, while life-affirming, with a great love for her fellow humans and wise beyond her years.

    I have been told repeatedly that I trust people too easily, but I find that when I put my faith and trust in people when others would not dare to, they almost never betray me. I would hope that people would put that same faith in me. Trust and honesty is an investment you put in people; if you build enough trust in them and show yourself to be honest, they will do the same in you. I value honesty so much, and it is an expectation I have of myself. I will put honesty before the risk of humiliation, before selfishness, and before anything less worthy of the Gospel truth. Even in being honest and trust worthy, I do not come off cold and heartless. Compassion and honesty go hand in hand, if enough of each is put into every situation. I admire those who trust and are trust worthy. […]
    Compassion is the greatest form of love humans have to offer. […] My definition of compassion is forgiving, loving, helping, leading, and showing mercy for others. I have this theory that if one person can go out of their way to show compassion, then it will start a chain reaction of the same. People will never know how far a little kindness can go.
    It wasn’t until recently that I learned that the first and the second and the third impressions can be deceitful of what kind of person someone is. For example, imagine you had just met someone, and you speak with them three times on brief everyday conversations. They come off as a harsh, cruel, stubborn, and ignorant person. You reach your judgment based on just these three encounters. Let me ask you something… did you ever ask them what their goal in life is, what kind of past they come from, did they experience love, did they experience hurt, did you look into their soul and not just at their appearance? Until you know them and not just their “type”, you have no right to shun them. You have not looked for their beauty, their good. You have not seen the light in their eyes. Look hard enough and you will always find a light, and you can even help it grow, if you don’t walk away from those three impressions first.
    [H]ow do you know that trust, compassion, and beauty will not make this world a better place to be in and this life a better one to live? My codes may seem like a fantasy that can never be reached, but test them for yourself, and see the kind of effect they have in the lives of people around you. You just may start a chain reaction.

    (Rachel Scott: School essay My Ethics, My Code of Life)

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    As her mother puts it:

    When I think about words that express the way Rachel was, I think of words like nontraditional, unorthodox, und contemporary. […] Rachel was one to study and read the Word of God, and she was one to pray, but probably neither approach would be her first choice to introduce someone to a personal relationship with the Lord. […]
    There are place in the New Testament where Jesus went out and visited sinners, drunkards, and prostitutes – basically all the kinds of people who wouldn’t be welcome in many religious circles today. Rachel had a heart for these people, and that took her to places where more “traditional” Christians wouldn’t go.

    (Beth Nimmo, Darrell Scott: Rachel’s Tears)

    Brooks Brown, a friend both of Rachel’s and Columbine shooters Eric Harris’ and Dylan Klebold’s, described her from his non-Christian viewpoint:

    I never made it a secret in high school that I wasn’t a religious person, and devout Christians used to come after me and tell me I was going to hell. They would use quotes from the Bible to throw insults at me. […] They didn’t want to hear what you thought about God, or the world. All they wanted to hear was „Jesus Christ is my Savior“ – and if we didn’t agree, we weren’t worth associating with. […]
    I can’t think of any time before that when a Christian asked me about my beliefs without interrupting constantly, or running right over my ideas, or just sitting there and snickering. Yet Rachel wasn’t like that at all. Rachel listened to me speak about Taoism and my problems with the Bible and the church. She was genuinely interested, and didn’t seem to judge me for it.
    She talked about her own beliefs as well, but not in an attempt to convert me. She was just explaining, and I listened carefully, just as she had done for me. […]
    „Where does your faith in God come from?“ I asked. „After all, you don’t see God, right? So how can you be sure that he really exists?“
    „I can see him,“ she replied. „I know that God is real. I know it in my heart. You can only believe in what you know to be true. You know your own truth. I know mine. Everyone should be able to find that within themselves. […] I’m not trying to go out there and convert people. I just want to be an example. I want to live my life for God, and let other people take from that whatever they want.“ […]
    Imagine what a better place this world could have been throughout history if more people had shared Rachel Scott’s viewpoint. […]
    [I]f Eric and Dylan had thought they were getting back at all the people who had made fun of them, they had made a horrible mistake by killing Rachel. If there was one person who would have accepted them, it was her.

    (Brooks Brown, Rob Merritt: No Easy Answers)

    You should give your neighbour with your being, your nature! Not necessarily with money and goods. For then those without means would be excluded from the possibility of giving. And in this being, in this „giving yourself“ in the relation with your neighbour, in the consideration and respect you voluntarily offer him, lies the „love“ of which Jesus speaks; lies also the help you give to change himself or ascend further, and because he gains strength from it.
    (Lecture “Ascend”)

    And with it she had the potential to change the world. But beyond that young Rachel strove to act as god’s instrument. In her journals she wrote about times of doubt, loneliness, of not being understood, but through all that shines her unswerving faith in God whom she asks to be allowed to serve as a light for mankind.

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    Teenage shooters, teenage victim

    A human being cannot be “possessed” by a demon at all! This is impossible, for quite natural reasons alone; because the core of the human being is spirit, but a demon is an entity, once harmless, yet nourished through the volition of the human spirit till it became a demon. And since spirit is higher than an entity in its consistency, the entity is unable even temporarily to push aside the spirit, a necessary condition for possession. However, the human being can be demoniacally influenced! That is a very different thing; for in order to be influenced the person concerned must be deliberately accommodating inwardly, whether occasioned through his actions, thus a process working from without inwards, or through his own volition, some propensity which he has acquired and thus turned into a characteristic. In this case he first opens himself inwardly to this evil influence, and then works under the influence towards the outside.
    To be demoniacally influenced, therefore, cannot happen without one’s own volition. For
    this reason a cure or help is made very difficult. This condition is also much more dangerous for man himself and for his surroundings, because he acts in a more calculating, malicious way, in full consciousness.
    (Abd-ru-shin: Questions and Answers)

    Just as a thought when it arises is simultaneously perceived intuitively, with greater or lesser intensity, so its ethereal form will bear an equivalent life. This world of thoughts is densely populated. Through the mutual power of attraction complete centres have been formed which, by means of their accumulated energy, exercise a great influence upon human beings.
    In the first place those persons will always be influenced who tend towards a similar nature, that is, who bear something similar within themselves. Such persons will thereby be strengthened in their corresponding will, and encouraged to continue producing new and similar forms which, working in the same manner, enter the world of thought-forms.
    But also other people who do not possess these special tendencies can be bothered by these influences and gradually be attracted to them, if these centres are continually reinforced and so obtain unsuspected power. Only those are protected who possess other tendencies in greater strength, making a connection with what is dissimilar impossible.
    Unfortunately, however, it is hate, envy, jealousy, lustfulness, avarice and all other evils which, through their greater numbers of adherents, form the strongest power centres in the world of though-forms. Far less great are those of purity and love! This is the reason why evil is spreading with such uncanny rapidity. In addition these power centres of thought-forms in turn obtain a connection with analogous spheres of darkness. From there they are specially roused to ever greater activity so that as a consequence they are able to create downright devastation among mankind.

    (“Thought-forms”)

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    It is interesting that not only Rachel, but Eric Harris and Dylan Klebold as well kept a diary. In the course of the investigation after Columbine these writings naturally were analysed extensively, and what most psychologists agree upon allows for interesting comparisons from a spiritual viewpoint. Analysts agree that Eric Harris had a psychopathic/sociopathic personality, and it is doubtful that he could have been helped. From the viewpoint of the Grail Message cause and effect are reversed: Not a “personality disorder” rooted in the brain was the reason for his hate-filled and violence-glorifying worldview, but the incarnated soul probably brought this personality, that only slumbered during childhood, with it.

    Through the protection afforded by the gross material body the soul of man is kept isolated during its childhood years from currents which try to reach it from outside. All that is dark and evil on this earth-plane finds its way to the soul barred by the gross material body, and thus it cannot influence or harm the child. But naturally the evil a reincarnated soul brings over from previous experiences also remains with it during childhood.
    The body forms this protective wall as long as it is still undeveloped and immature. It is as if the soul had withdrawn into a castle with the drawbridge pulled up. During these years an impassable gulf yawns between the soul of the child and Ethereal Creation, in which latter the ethereal vibrations of guilt and atonement live.

    (“The Significance of Man’s Generative Power for his Spiritual Ascent”)

    Perhaps that is why Eric Harris wrote a beautiful essay about the experiences of his childhood, and perhaps that is why, when he talked in a home video – at a time when he made plans for mass murder and destruction– about visiting friends from his childhood, he nearly cried. It may have been a faintly felt emotion of his spirit, his better core, who recognised in the untroubled, happy childhood a memory of times when it had not yet surrendered itself to darkness.

    If such a tender mood is used at once and with all one’s powers it could become the best soil for an awakening. But unfortunately this only sends adults into reveries whereby the rising power is wasted and lost. And through such reveries the opportunity passes by without being able to bring any benefit or having been used.
    Even if many a person sheds a few tears thereby he feels ashamed and tries to hide them, pulling himself together with a physical jerk which often betrays unconscious defiance.
    How much could people learn from all this! It is not coincidence that a feeling of tender sadness weaves itself into the memories of childhood days. It is a subconscious sensing that they have lost something, leaving an emptiness […].

    (“Christmas”)

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    The diagnosis regarding Dylan Klebold differs substantially from that of Eric Harris. From his journal, psychologists diagnosed severe depression, and it is widely agreed upon that his motive for participating in the massacre was, unlike Eric Harris’, not the lust to kill but the wish to die. In the research of similar crimes is has become clear that, whenever two persons were involved, it was always a combination of a psychopathic and a depressive personality – a “deadly dyad”. In this, two very different but each other complementing souls gravitated towards one another.

    Consequently there is an attracting and a desiring for union in the working of Creation! The effects of both processes appear to be the same outwardly. The inner motivating power for this, however, is entirely different.
    The
    attraction results from similar species which are complete within themselves, and the desire for union arises in the split species which continue to strive for the formation of a species again!
    The assertion made by people that opposites attract each other but like poles repel each other is therefore only an
    apparent contradiction of the Law of the Attraction of Homogeneous Species. […]
    The human being himself, for example, is no definite species, but only a splitting which carries within itself the desire for union.

    (“Distorted souls”)

    Without exception, Dylan Klebold was described by all who knew him as friendly and helpful, though introverted, shy and perfectionist, and thus many could only explain his involvement in the Columbine massacre with blackmail, drug influence or even possession. Only by taking into account his undetected inferior complex and depression, a different picture emerged. Most of all, his journals revealed a frightening passivity that is ascribed by psychologists to his depression – but, from a spiritual viewpoint, was more likely its cause.

    An inferiority complex, as it is so pleasantly called, occurs where the spirit cannot unfold freely. In many cases it is even proof that such a person is spiritually stronger than he is able to manifest, and for that reason he suffers from the pressure of a restraint which he cannot account for. […]
    But there is yet another cause, for which there is little help: that is, indolence of the spirit! Man could indeed pull himself together to throw off this pressure if only he wanted to do so. But he is too lazy for this, and would like others to do it.

    (Questions and Answers)

    Indolence or weakness of the spirit is always due to one’s own guilt, though mankind is unable to recognise it. This condition is again a consequence of the domination of the intellect, which oppresses and confines the spirit, stifling it. […]
    A person with a weary spirit, however, may be exceptionally lively in his thinking, also in his learning, because spiritual indolence has nothing whatever to do with intellectual keenness […].

    (“Possessed”)

    While the reasons for the massacre go deeper, it was partly inspired in regard to its outer form by the violent movie Natural Born Killers that Dylan Klebold (probably subconsciously) quoted verbatim from it in a home video.

    Here I do not wish to deal with other by-paths on which the spirit also absorbs too much of the generative power for wrong purposes, such as through the reading of books which conjure up a false world in the imagination, and so on, as a result of which there is not enough power left for the main purpose.
    (“Occult training, meat diet or vegetable diet”)

    The – in spite of all the violence and brutality – message of the film, love was the only thing capable of conquering the “inner demon”, was conveniently overlooked by the young man.

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    It is notable that this expression of the spirit – be it Rachel’s noble striving towards the light, but also occasional feelings of loneliness, Eric’s world encompassing hate, and Dylan’s inner conflict between longing for true love and destructive inferior complexes – came at roughly the same age for all three of them.

    Meanwhile the young body matures and gradually generative power, which is only to be found in gross matter, awakens within it. It is the finest and noblest flower of all gross matter, the highest that the Gross Material Creation has to offer! In its finest nature it forms the summit of all that is gross material, that is, of all that is earthly, and as the highest of the living ramifications of the World of Matter it comes closest to the Animistic Realm! Generative power is the pulsating life of the World of Matter, and it alone can form the bridge to the World of Animistic Substantiality, which in turn acts as intermediary to the World of Spiritual Substantiality.
    It is for this reason that the awakening of generative power in the physical body may be likened to the lowering of the drawbridge in a castle that had hitherto proved inaccessible. This permits the inhabitant of the castle, the human soul, to step forth fully armed and ready for battle. At the same time, however, it allows friends or foes lying in wait outside to enter. These friends or foes are first of all ethereal currents of good or evil nature, but also include those in the beyond who only wait until a hand is stretched forth to them through some wish, as it were, which enables them to attach themselves firmly to the soul and exercise a like influence upon it. […]
    As the soul matures normally in the natural course of things there can only be equal strength on both sides. […] But when the dweller in the castle of
    his own free will […] stretches forth his hand either to an ethereal friend or foe, or even to vibrations from outside, the case is naturally quite different. Since he thereby attunes himself to a certain type among the besiegers waiting outside, these can easily assail him with a power ten or a hundred times stronger than his own. If this power is good he will receive help and blessing! If it is evil he will reap destruction! […]
    Generative power has the task and also the ability to send an earthy “glow” through all the
    spiritual perceptions of the soul. Only when this happens can the spirit obtain real connection with the entire World of Matter and thereby become of full value on earth! […]

    It is just at this stage that responsibility sets in! A serious turning-point in every man’s existence! […]
    As soon as generative power sets in there is first of all a mighty surge upwards towards all that is ideal, beautiful and pure. In unspoiled youth of both sexes this can be clearly observed, and produces the enthusiasms of the young so often smiled at by their elders, and also the inexplicable, somewhat melancholy intuitions which beset them in these years.
    The moods in which it seems as if the youth or maid were burdened with the sorrows of the whole world, where premonitions of a deep seriousness assail them, are not altogether without cause!
    Even their frequent feelings about not being understood contain in reality much that is true. They periodically arise through a recognition of the perverted conditions of their environment. Those around them neither wish nor are able to understand such sacred beginnings to a pure soaring upwards. They are not satisfied until these strong warning intuitions in the maturing soul are dragged down to a sober “reality” which they can understand better, which they consider more suitable for mankind and which, with their one-sided intellectual thinking, they regard as the only normal condition of life!
    The inexplicable charm which radiates from an unspoilt maiden or youth is nothing but the pure soaring upwards of the awakening generative power towards what is high and noble in union with the spiritual power. This is also sensed by their surroundings.
    The Creator has carefully provided that this should not occur until a human being is old enough to be fully conscious of his volition and actions. The time has then arrived when, in conjunction with the full power vested in him, he could and should easily shake off all that lies behind him. Indeed it should fall away of its own accord if only a man would keep his volition intent on what is good, which he is unceasingly urged to do during this time. Then he could, as his intuitions quite rightly indicate, ascend without any trouble to that eminence to which he as a human being belongs.
    Observe the day-dreams of unspoilt youth! They are nothing but an inward yearning to tear themselves away from all that is base, an ardent longing for what is ideal! This restless urge […] is a sign not to miss the opportunity, but energetically to shake off karma and
    begin with the ascent of the spirit!
    It is a wonderful experience to stand in the fullness of this power, to work
    in it and with it! But this is only as long as the direction a man chooses is a good one! On the other hand there is nothing more deplorable than to squander these powers one-sidedly in blind sensual activity, and thus paralyse one’s spirit!
    (“The Significance of Man’s Generative Power for his Spiritual Ascent”)

    Although many of Dylan Klebold’s entries really do make the adult reader smile – for who does not remember similar fanciful imaginings of their own youth? –, a remarkable element for the spiritual oriented person is a clearly recognisable striving for something high, noble, pure (the latter a frequently found word in his notes). It is buried under a lot of false approaches, a visibly woolly notion to the young man who, lacking a spiritual or religious conviction, translated it into vague, changing ideas, in later entries in a delusional thinking of superiority and a “god complex” – lines of thoughts that may have been influenced by Eric Harris‘ delusions of grandeur. Nevertheless one recognises spiritual approaches in his clear (though falsely interpreted) separation between his true self and his “human form” and especially his romanticised view of the “purity” of a girl he had a crush on, his attempt to keep himself “pure” in return to be worthy of her.

    Rachel Scott battled with similar challenges, but in her Christian faith she had clear guidelines to follow. She, too, strove for something high, that god’s light might shine from her to show people the right way. And she, too, pondered the opposite sex and her need for purity.

    Rachel had a boyfriend she really cared for a great deal, and in time she became concerned about where the relationship might develop physically. She was scared to think that she might trespass her deeply held moral standards and ideas of sexual purity.
    What did she do? She gave up her boyfriend. She literally walked away from the one young man she probably loved because she didn’t want the relationship to turn her away from who she was called to be. It was tough for her, and she wrote about her struggle in her journals.

    (Rachel’s Tears)

    In this respect the man of today is not normal, but is burdened with a morbid sexual instinct, aggravated tenfold, for which in a hundred forms and ways he seeks to establish a cult that is bound to become the ruin of all humanity.
    Infectious and contagious as a plague, all this gradually influences also those who still seek desperately to cling to an ideal that floats half-hidden in their subconscious mind. They indeed stretch forth their arms longingly towards it, but ever again, after a glance at their surroundings, drop them with a sigh of hopelessness and despair.

    (“Morality”)

    Ask where you will what chastity is, and everywhere in reply you will find explained in one way or another the concept of physical virginity; [at least,] this is the highest that the perception of earthmen can reach.
    This proves completely the inferior way of thinking of those who subordinate themselves to the intellect, which has itself set the limits to everything earthly, because it cannot reach any further with its faculties that are born of the earthly. […]
    Chastity is different from men’s idea of it, far more comprehensive and greater. It does not demand that man should go against nature […].

    (“Chastity”)

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    Anticipated death and outcome

    In the months before her death, when Rachel’s earnestness towards her conviction intensified, the spiritual occupied increasingly more room in her life.

    April 20, 98

    It’s like I have a heavy heart and this burden upon my back… but I don’t know what it is. There is something in me that makes me want to cry… and I don’t even know what it is. Things have definitely changed. Last week was so hard… […] I lost all of my friends at school. Now that I have begun to walk my talk, they make fun of me. I don’t even know what I have done. I don’t really have to say anything, and they turn me away.
    I have no more personal friends at school. But you know what… it’s all worth it to me. […] I am not going to justify my faith to them, and I am not going to hide the light that God has put into me.


    (Rachel’s Tears)

    Her intuition was awake, which explains many things her family, who, after her death, learned of them through her journals, ascribe to an inspiration by God: She foresaw her father seeing her one day on Oprah (after Rachel’s death Darrell Scott was a guest on Oprah where he was confronted with the large projection of a picture of his daughter); when she was thirteen years old, she drew the outlines of her hands on the back of a dresser and wrote: “These hands belong to Rachel Joy Scott and will someday touch millions of people’s hearts” (today, her hand is one of the symbols of the organisation Rachel’s Challenge that uses Rachel’s story and her code of life in their programs to prevent bullying at schools – and in this has already touched millions of people). Not least Rachel was aware early on that she would die young. Several of her friends testified to remarks she had made to that effect, and on May 2nd, 1998 Rachel wrote in her diary:

    This will be my last year Lord.
    I have gotten what I can.
    Thank you.
    (Rachel’s Tears)

    It was a man by the name of Frank Amedia, who had seen Rachel’s funeral on CNN a month earlier. […] He said that three times in his life, he had had dreams that he knew were from God. The first two had to do with his business […]. His third dream took place shortly after Rachel’s funeral. He dreamed about her eyes and a flow of tears that were watering something that he couldn’t quite see in the dream. He was adamant about the eyes and tears and wanted to know if that meant anything to me. He was disappointed when I said, „No, Frank, I don’t have any idea what that means.“ He told me that the dream had haunted him for days, and he knew there was a reason for it. […]
    Several days passed, and I forgot about my conversation with Frank. Then I got a call from the sheriff’s department letting me know that they were ready to release Rachel’s backpack that she had on when she was murdered. There was a bullet hole through her backpack, and they had held it for evidence to determine whose gun the bullet had come from.
    We suspected that Rachel’s final diary was still in the backpack, but there were two of them. […]
    I turned to the end of her last diary and could not believe what was staring up at me from that final page! A drawing of her eyes with a stream of tears that were watering a rose! Later someone pointed out that there were thirteen clear tears falling from her eyes before they touched the rose and turned into what look like blood drops. There were, of course, thirteen victims of the two murderers. I was so stunned that I could barely breathe. A week ago, a complete stranger who lived more than one thousand miles away had described exactly what I was looking at in Rachel’s final diary! […]

    (Rachel’s Tears)

    Later her parents would learn that Rachel drew the picture in the hour before her death. While talking to a friend, Rachel also mentioned that she felt something very strange about the day.

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    We discovered that same rose in a previous diary drawn a year before Rachel’s death. The first drawing simply showed the rose with the bloodlike drops, not her eyes or the clear tears. The first drawing also showed the rose growing up out of a columbine plant. Columbine High School got its name from the state flower. In addition to that, she had drawn a cross with the words: „Greater love hath no man than this, that a man would lay down his life for his friends“! […]

    I shared that story in Jackson, Tennessee, several weeks after I first saw Rachel’s drawing. At the end of the meeting a young girl came up to me just sobbing. She said, “Mr. Scott, I did not know what you were going to talk about before you came, but I had felt impressed to have you read some verses from the Bible, and here they are.” She handed me her Bible, and it was opened to Jeremiah 31:15-17 (NASB):

    Thus say the LORD,
    “A voice is heard in Ramah,
    Lamentation and bitter weeping.
    Rachel is weeping for her children;
    She refuses to be comforted for her children,
    Because they are no more.”
    Thus says the LORD,
    “Restrain your voice from weeping,
    And your eyes from tears;
    For your work shall be rewarded,” declares the LORD,
    “And they shall return from the land of the enemy.
    And there is hope for your future,” declares the LORD,
    “And your children shall return to their own territory.”
    (Rachel’s Tears)

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    The exact circumstances of Rachel’s death can only be speculated upon. There exists an eyewitness account that I’m Not Ashamed bases its plot/representation upon and that may or may not be true.

    Most of the stories were attributed to Richard Castaldo, the young man who was eating lunch with Rachel outside the Columbine library that fateful morning.
    Richard, who was shot more than half a dozen times and remains paralyzed, has problems retrieving memories of that day, but during a January 2000 taping for a segment of NBC’s
    Dateline newsmagazine, Richard’s mother confirmed that she had heard her son describe Rachel’s death in the initial day after the tragedy.
    According to Richard’s earliest account, he and Rachel were sitting outside when they saw Harris and Klebold approaching. Without warning, the two young men opened fire, severing Richard’s spine and shooting Rachel twice in her legs and once in her torso.
    As Richard lay stunned and Rachel attempted to crawl to safety, the shooters began to walk away, only to return seconds later. At that point, Harris reportedly grabbed Rachel by her hair, held her head up, and asked her the question: “Do you believe in God?”
    “You know I do,” replied Rachel.
    “Then go be with Him,” responded Harris before shooting her in the head.
    (Rachel’s Tears)

    In the search for martyrs in the tragedy that sometimes took on a bizarre character – as in the case of the legend of Cassie Bernall that was already proved wrong in 1999, based on a simple error, but that the church deliberately still keeps alive today, or in the case of the unbelegbaren claim, the two shooters had deliberately targeted Christians –, the religious party sees more in Rachel’s death than there probably was.

    The process of dying in itself is nothing but birth into the Ethereal World, similar to the process of birth into the Gross Material World. After the separation the ethereal body remains attached to the physical body for a time as if with [an umbilical] cord. The higher the soul now born into the Ethereal World has already developed itself towards this Ethereal World during its life on earth, the looser this cord will become. […]
    It is different with those people who during their life on earth have begun to strive for all that is noble. Because they bear within themselves a living conviction about the step into the Ethereal World, the severance is much easier. The ethereal body of such a person and its connecting cord are not dense. Their texture is alien to that of the physical body, and this permits the severance to be very quickly effected. Thus during the entire so-called death struggle or the last muscular twitchings of the physical body, the ethereal body is already standing
    beside the latter, if indeed one can speak of a death struggle at the normal death of such a person. The loose and slender condition of the connecting cord prevents the ethereal being standing beside the body from feeling any pain because, being so frail and light in substance, this cord cannot transmit pain from the physical body to the ethereal body.
    Owing to its finer nature such a strand severs the connection more quickly, setting the ethereal body completely free in a shorter space of time to soar to the region consisting of this finer and lighter substance.

    (Lecture “Death”)

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    From a spiritual viewpoint, many things remain to be said regarding Columbine. For those who want to delve deeper into the subject, I especially recommend Dave Cullen’s comprehensive book as well as the books of Beth Nimmo and Darrell Scott and the book of Sue Klebold, the mother of one of the shooters.
    In a personal aside something regarding prejudices. While followers of the Grail Message see beyond the simple heaven-and-hell concept that many Christians apply to the “outcome” of Columbine, they are not necessarily wiser. I do not claim an exception for myself, on the contrary: First and foremost, I can only report from my viewpoint. And there one does have certain ideas about karmic entanglements, regions of darkness and the necessity of recognition. Those are probably not false. But in our understanding of the basic connections we perhaps neglect a bit too often the quiet “wonders” of the laws of creation. To be precise: In the face of the bonds that the two shooters imposed upon themselves, in the face of the ethereal surroundings they created for themselves, I assumed that it would take them a very long time before they even found their way to some form of comprehension, recognition of anything better. And in this I had to learn humility and wonder, joy and praise. I can’t go into details as they are extremely private and concern very different persons than myself, but I was shown a glimpse into the future path of life of one of the shooters that makes complete sense in a karmic connection, but would never have occurred to me. “Of course!” I said back then, laughing and crying at the same time. So obvious. And yet I, like so many others, had stopped at Columbine. While the soul in question must have come a long way in the span of those few seventeen years, for me to see him as I saw him. My point is: We know nothing about the ins and outs. Consequently we should beware to judge – it might be that we out ourselves as blind and clueless.

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