Unterhaltungsmedien und die Botschaft aus dem Licht: Outlander aus der Sicht von Schicksal und Reinkarnation

Die Zeit vergeht! Die Zeiten ändern sich! So hört man überall die Menschen sagen, und unwillkürlich taucht dabei ein Bild im Geiste auf: Wir sehen Zeiten wechselvoll an uns vorüberziehen! […]
Die Zeit! Vergeht sie wirklich? Weshalb stößt man bei dem Grundsatze auf Hindernisse, wenn man dabei weiter denken will? Sehr einfach, weil der Grundgedanke
falsch ist; denn die Zeit steht still! Wir aber eilen ihr entgegen! Wir stürmen in die Zeit, die ewig ist, und suchen darin nach der Wahrheit.
Die Zeit steht still. Sie bleibt dieselbe, heute, gestern und in tausend Jahren! Nur die Formen ändern sich. Wir tauchen in die Zeit, um aus dem Schoße ihrer Aufzeichnungen zu schöpfen, um unser Wissen in den Sammlungen der Zeit zu fördern! Denn nichts ging ihr verloren, alles hat sie aufbewahrt. Sie hat sich nicht geändert, weil sie ewig ist.

(Abd-ru-shin: Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag „Erwachet!“)

Die bisher aus zwei Staffeln bestehende, auf Diana Gabaldons erfolgreicher Buchreihe beruhende TV-Serie Outlander kann auf verschiedenste Weise betrachtet werden; sie ist wahlweise Liebesgeschichte, historische Fiktion, Fantasy, und man sollte sicherlich nicht zu viel in sie hineininterpretieren. Dennoch erheben sich angesichts ihrer zahlreichen Charaktere und deren über zwei Jahrhunderte miteinander verwobenen Lebenslinien, die vor allem durch die Art und Weise, wie das Medium Film sie umsetzt, betont werden, Fragen spiritueller Art.

Die Handlung beginnt im Herbst 1945, als die ehemalige Frontkrankenschwester Claire Randall mit ihrem Mann Frank nach Schottland reist, um nach Jahren der Trennung ihr Eheleben wieder aufzunehmen. Beide haben sich voneinander entfremdet und hoffen auf die Heilkraft eines gemeinsamen Urlaubs. Während ihres Aufenthaltes betreibt Frank Ahnenforschung; einer seiner Vorfahren war während der 1740er Jahre als britischer Offizier in Schottland stationiert: Captain Jonathan Randall, bei den Einheimischen als „Black Jack“ bekannt. Claire steht Franks Begeisterung für Geschichte eher nachsichtig lächelnd gegenüber, doch sie freundet sich mit Mrs. Graham, der Haushälterin des Reverend Wakefield, an, bei dem Frank viele seiner Recherchen durchführt. Mrs. Graham ist eine Nachfahrin alter heidnischer Traditionen, sie glaubt an das „Übernatürliche“, kann Handlinien lesen und nimmt in der Nacht von Samhain an einer Zeremonie beim Steinkreis von Craigh na Dun teil, die Claire und Frank insgeheim beobachten. Als Claire später zum Steinkreis zurückkehrt, um eine Pflanze zu sammeln, die sie dort entdeckt hat, wird sie auf unerklärliche Weise zweihundert Jahre in die Vergangenheit zurückgerissen. In einem von inneren und äußeren Konflikten geplagten Schottland des 18. Jahrhunderts findet sich Claire von allen Seiten verdächtigt: Der Clan MacKenzie, der sie halb als Gast, halb als Gefangene aufnimmt, hält sie für eine englische Spionin; der Befehlshaber des nahen Fort Williams, kein anderer als der gefürchtete und verhaßte Black Jack Randall, für eine Verräterin. Zunächst durch die Umstände gezwungen, den jungen Schotten Jamie Fraser zu heiraten, entwickelt Claire bald eine tiefe Liebe zu ihm. Doch ihr Glück ist bedroht, zunächst durch Jack Randall, der eine gefährliche Obsession mit Jamie entwickelt hat, und dann durch die Geschichte: Nur zwei Jahre später, weiß Claire, ist die Highland-Kultur durch den zweiten Jakobiteraufstand dem Untergang geweiht.

Da es sich hier um eine Zeitreisegeschichte handelt, ist die Überlegung um Anfang und Ende naturgemäß etwas kompliziert. Ich habe mich daher, auch weil viele Themen in dieser Artikelserie bereits angesprochen wurden, für eine Analyse verschiedener Teilaspekte entschieden.

Das wohl auffallendste Thema, das sich durch die gesamte Handlung zieht, ist das eines unvermeidbaren Schicksals. So sehr sich Claire und Jamie auch bemühen, der Geschichte einen anderen Verlauf zu geben, so wenig erreichen sie am Ende damit. Die Geschehnisse gehen unweigerlich ihren vorbestimmten Gang.
Unbeabsichtigte Schuld ist ein weiteres, tragisches Thema der Serie. So ist es ausgerechnet Jamies Vater, der durch seine Äußerung des Stolzes auf Jamies Mut eine schreckliche Kettenreaktion in Gang setzt. Um seinen Vater nicht zu enttäuschen, lehnt Jamie Jack Randalls Angebot ab, gegen Sex mit ihm seine zweite Auspeitschung erlassen zu bekommen. Nicht nur ist dies der Beginn von Jacks Fixierung auf Jamie und von Jamies Leben auf der Flucht vor dem Gesetz, sondern angesichts der brutalen, blutigen Strafe erleidet Jamies Vater einen Herzinfarkt und stirbt noch an Ort und Stelle. Gleichermaßen verdammt Claires Entscheidung, bei Jamie zu bleiben, statt in ihre Zeit zurückzukehren, nicht nur Frank zu einem Leben in Ungewißheit, sondern unwissentlich gibt Claire damit Jack Randall das entscheidende Druckmittel gegen Jamie.

Reinkarnation und Karma

Hier handelt es sich um das strenge Gottgesetz gegen Verführung oder Vergewaltigung, sowie um die Besudelung durch die Gedanken eines heimlichen Begehrens! Schon dieses als der Ausgangspunkt des vollen Übels einer Tat ist Übertretung des Gebotes, das die Strafe durch ein Karma nach sich zieht, was sich in irgendeiner Weise unerläßlich auszulösen hat, bevor die Seele wieder frei davon sein kann. […]
Kommt das Gelüsten aber gar bis zur Verführung, also zu einer grobstofflichen Tat, so fürchtet die Vergeltung, wenn Ihr sie auf Erden nicht mehr körperlich und seelisch gutzumachen fähig seid!
Sei die Verführung nun in schmeichlerischster Art oder in strenger Forderung erfolgt, sei dadurch auch zuletzt ein Einverständnis […] noch errungen, die Wechselwirkung läßt sich damit nicht beirren, sie hat schon eingesetzt bei dem Begehr, und alle Klugheit, alle Künste tragen zur
Verschärfung bei. Die letzte Einwilligung hebt sie dann nicht auf!
(Abd-ru-shin: Die zehn Gebote Gottes / Das Vaterunser, Vortrag „Das neunte Gebot“)

Die Strategie, gleiche Darsteller für verschiedene Mitglieder eines Stammbaums einzusetzen, ist nicht unbekannt. Aufgrund des Themas seltener, aber ebenfalls nicht neu ist diese Strategie auch im Falle von Reinkarnation. Obwohl in Outlander schnell deutlich wird, daß Frank seinem tatsächlichen Vorfahren Alex Randall viel ähnlicher ist als seinem nominellen Ahnherrn Jack Randall, was auf die gleiche, reinkarnierte Seele deuten könnte, bietet die Annahme, Frank sei Jacks Reinkarnation, viel interessantere Möglichkeiten. Beginnt man nämlich unter dieser Prämisse die Betrachtung, findet man sehr bald Muster. Jack Randall ist ohne Zweifel ein Charakter, der alles Licht, alles Gute in sich ausgelöscht hat und sich dessen auch bewußt ist. Er ist nicht, was man gemeinhin als Triebtäter bezeichnen würde, denn er folgt keinem Trieb, sondern handelt rational, wissend. Er kann seine Taten kontrollieren, und er entschließt sich jedes Mal für den schlimmstmöglichen Weg. Dabei ist er hochintelligent, wahlweise bedrohlich oder auch gewinnend, introspektiv und vor allen Dingen völlig unberechenbar. In 1743 begegnen sich Claire und Jack zum ersten Mal in den schottischen Wäldern. Claire ist desorientiert, auf der Flucht vor einem Scharmützel zwischen vermeintlichen schottischen Banditen und britischen Soldaten; Jack Randall ist nicht weniger irritiert über die Engländerin, die ohne Begleitung durch die Wildnis irrt. Als sie jedoch zu fliehen versucht, sind all seine schlimmsten Instinkte geweckt. Claire entgeht einer drohenden Vergewaltigung nur durch das Eingreifen Murtaghs, durch den sie Jamie und die McKenzies kennenlernt. Monate später begegnen sich Claire und Jack unter sehr anderen Umständen wieder. Sie hat die Hilfe seines Vorgesetzten gesucht, um Geleitschutz nach Inverness zu erhalten, ist ganz Dame, galant umschwärmt von den stationierten englischen Offizieren, die ihrer Landsmännin nur zu gern behilflich sind. Erst bei dieser zweiten Begegnung, so scheint es, beginnt Jack Randall sie des Verrates, vielleicht der Spionage zu verdächtigen. Allein miteinander, führen sie ein gutes Gespräch, in dem Claire Jacks Sicht der Dinge bezüglich Jamies Auspeitschung kennenlernt, aber auch seine Selbsterkenntnis. Sie glaubt an das latente Gute in ihm, und er scheint aus diesem ihrem Glauben Hoffnung zu schöpfen… nur um im nächsten Moment die zivile Fassade fallenzulassen und sie als vermeintliche feindliche Spionin zu mißhandeln. Wieder wird sie gerettet, doch Jack Randall setzt nun auf das Gesetz, um ihre Auslieferung an die britischen Autoritäten zu fordern. In dieser Notlage bleibt Claire ebenfalls nur der Rechtsweg: Die einzige Möglichkeit, ihre Auslieferung zu verhindern, ist, schottische Staatsangehörige zu werden – durch Heirat mit Jamie.
Wie immer ist es das dritte Mal, das entscheidende Folgen hat. Claire gerät einmal mehr in Jack Randalls Fänge, wird bedroht mit Folter und Vergewaltigung, bis Jamie als Retter in der Not erscheint. Doch von nun an weiß Jack Randall um die Verbindung der beiden Objekte seiner Obsession und weiß dies in der schrecklichsten Szene der Serie zu seinem Vorteil auszuspielen.

Zwei Fotos, die als Paar betrachtet werden sollten und die, wie so vieles in Outlander, ohne Worte ganze Welten ausdrücken. Black Jack, der sich vom Licht abwendet und doch, auch in seiner selbstgeschaffenen Finsternis, darüber meditiert.

Die Wege der drei kreuzen sich später in Frankreich wieder, doch entscheidend ist die letzte Begegnung Claires und Jacks wenige Tage vor der Schlacht von Culloden in Schottland, zweieinhalb Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen. Erst hier lernt Claire (und der Zuschauer) den einzigen lichten Punkt kennen, den sich „Black Jack“ erhalten hat: seinen jüngeren Bruder Alex. Alex, ein sanfter, gutherziger junger Mann, hängt mit großer Liebe an Jack und glaubt an dessen bessere Natur, und im Gegenzug tut Jack Randall alles, um diesen Glauben nicht zu enttäuschen. Auch Mary Hawkins, Alex‘ Verlobte, kennt nur diese so ganz andere Seite ihres zukünftigen Schwagers. Doch Alex ist unheilbar krank, und selbst Claires Heilkünste können ihm nicht helfen. Alex, der Mary und sein ungeborenes Kind versorgt und beschützt wissen möchte, bittet Jack, Mary zu heiraten. Entsetzt lehnt dieser ab; nur zu gut weiß er, wozu er in der Lage ist, und die beiden Menschen, die seinem geliebten Bruder am meisten bedeuten, sind die letzten, die er dieser Gefahr aussetzen will. Hier nun finden Claire und Jack zum ersten und einzigen Mal zu einem ehrlichen und offenen Gespräch zusammen. Claire stimmt Alex zu; nur eine Heirat, so argumentiert sie, sichere Mary und ihrem Kind im Falle von Jacks Tod die Rechte an seinem Besitz und seiner Offizierspension. So, seinen vorhergesagten Tod in der kommenden Schlacht vor Augen, stimmt Jack schließlich zu. Alex überlebt die Heirat nur um wenige Stunden, und mit seinem Tod erlischt auch der letzte Rest von Hoffnung, vielleicht von Menschlichkeit, in Jack Randall.

Heirat im Licht, Heirat im Schatten

Springen wir zweihundert Jahre in die Zukunft.

Claire und Frank Randall versuchen nach Jahren der Trennung 1945 ihre Ehe wieder aufzunehmen. Sie haben sich einander entfremdet, finden glückliche und zärtliche Momente, doch ihre frühere Harmonie will sich nicht wieder einstellen, und ihre Kinderlosigkeit stellt sich als zunehmendes Problem heraus. Der Eindruck ist, daß Frank Claire mehr liebt als sie ihn. Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich, als Frank in Schottland den Spuren seines (vermeintlichen) Vorfahren Jack Randall folgt und am mystischen Vorabend zu Allerheiligen den Geist eines Highlanders sieht, der zu Claires Fenster hinaufstarrt – um bei Ansprache im Nichts zu verschwinden. Verunsichert befragt Frank Claire nach Schotten unter den Soldaten, die sie als Krankenschwester während des Krieges pflegte; sie erkennt rasch seinen unterliegenden Verdacht einer Untreue. Doch Frank versichert ihr, ihr alles zu verzeihen, sie immer zu lieben, gleichgültig, was käme.

Als Claire spurlos verschwindet, lebt Frank für die kommenden zweieinhalb Jahre in einer Hölle aus Sorge und Ungewißheit. Polizei und Freunde versuchen ihn davon zu überzeugen, daß Claire ihn für einen anderen Mann verlassen habe; er akzeptiert diese Erklärung nicht.
Claires Rückkehr bedeutet ihm alles. Doch die Distanz zwischen ihnen ist ins Unermeßliche gewachsen. Claire liebt ihn nicht mehr, und sie ist schwanger von einem anderen Mann. Nach hartem inneren Ringen steht Frank jedoch zu seinem Wort und zu seiner Liebe. Er verzeiht Claire, er nimmt ihr Kind als seines an.

Wer will, kann hier durchaus Parallelen und Karma erkennen. Claire und Jamie, die sich Frank beide entziehen; die Verlassenheit, Furcht, Sorge, zu denen er einst andere verdammte; wieder und wieder das Thema Kind, in dem man – damals wie heute – eventuell eine Verbindung zu Jacks zahlreichen Vergewaltigungen erkennen kann. Jacks deutliche (wenn auch auf seine verzerrte Art gezeigte) Sympathie für Claire sowie das ungelöste Karma, das sie beide aneinander bindet, führt sie in ihrem Leben des 20. Jahrhunderts wieder zusammen.
Sucht man nach einem erlösenden Element in Jacks/Franks Geschichte, so findet man es unbestreitbar in seiner (Zieh-)Tochter Brianna, die mit großer Liebe an ihm hängt und ihm auch beruflich nachstrebt, die ihm, so der Eindruck, näher steht als ihrer Mutter.

Der Formende ist an sein eigenes Werk gebunden, wenn er es auch anderen zugedacht hat!
Wenn also heute ein Mensch den Entschluß faßt, einem anderen irgend etwas Übles zu tun, sei es nun in Gedanken, Worten oder Werken, so hat er damit etwas „in die Welt gesetzt“, ganz gleichgiltig, ob allgemein sichtbar oder nicht, ob also grobstofflich oder feinstofflich, es hat Kraft und somit Leben in sich, das sich in der gewollten Richtung weiter entwickelt und betätigt. […]
Das Gesetz der Wechselwirkung löst sich dabei aus, indem eine jede Erzeugung bei ihrer Bewegung durch das All verschiedene Gleicharten anzieht oder von solchen selbst angezogen wird, durch deren Zusammenschluß dann eine Kraftquelle entsteht, die verstärkte Kraft der gleichen Art wie von einer Zentrale aus an alle die zurücksendet, die durch ihre Erzeugungen wie an Schnüren mit dem Sammelplatze gleicher Arten verbunden werden.
Durch diese Verstärkung tritt auch eine immer größere Verdichtung ein, bis zuletzt ein grobstofflicher Niederschlag davon entsteht, in dem der einstige Erzeuger nun in der damals von ihm gewollten Art sich selbst ausleben muß, um endlich davon befreit zu werden.
Das ist das Entstehen und der Werdegang des so gefürchteten und verkannten Schicksals! […]
Viele erschrecken dabei und fürchten sich vor dem, was sie nach diesen Gesetzen in der Rückwirkung von früher her noch zu erwarten haben.
Doch das sind unnötige Sorgen für die, denen es ernst ist mit dem guten Wollen;
denn in den selbsttätigen Gesetzen liegt auch gleichzeitig die sichere Gewähr für Gnade und Vergebung!
Ganz abgesehen davon, daß mit dem festen Einsetzen des guten Wollens sofort eine Grenze gesetzt wird für den Punkt, wo die Kette der üblen Rückwirkungen ein Ende erreichen muß, tritt noch ein anderer Vorgang in Kraft, der von ungeheuerem Werte ist:
Durch das dauernd gute Wollen in allem Denken und Tun fließt ebenfalls rückwirkend aus der gleichartigen Kraftquelle beständige Verstärkung, so daß das Gute fester und fester in dem Menschen selbst wird, aus ihm heraustritt und zunächst die feinstoffliche Umgebung darnach formt, die ihn wie eine Schutzhülle umgibt […].
Kommen nun üble Rückwirkungen von früher her zur Auslösung auf diesen Menschen zurück, so gleiten sie a>n der Reinheit von dessen Umgebung oder Hülle ab und werden so von ihm abgelenkt.
Dringen sie aber trotzdem in diese Hülle ein, so werden die üblen Strahlungen entweder sofort zersetzt oder doch bedeutend abgeschwächt, wodurch die schädliche Auswirkung gar nicht oder nur in ganz geringem Maße stattfinden kann.
Außerdem ist durch die erfolgte Wandlung auch der eigentliche innere Mensch, auf den die Rückstrahlungen eingestellt sind, mit dem andauernden Bestreben zum guten Wollen viel verfeinerter und leichter geworden, so daß er der größeren Dichtheit übler oder niederer Strömungen nicht mehr gleichartig gegenübersteht. Ähnlich wie bei der drahtlosen Telegraphie, wenn der Empfangsapparat nicht auf die Stärke der Sendeapparates eingestellt ist.
Die natürliche Folge davon ist, daß die dichteren Strömungen, weil andersartig, nicht festhaken können und ohne üble Auswirkung schadlos hindurchgehen, gelöst durch eine unbewußt ausgeführte symbolische Handlung, von deren Arten ich später einmal sprechen werde.

(Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft, Vortrag “Schicksal”)

Eine ähnliche Interpretation von gleicher Darstellerin als Reinkarnation kann im Fall von Geillis/Gillian angewendet werden… und natürlich Claire selbst.

Wo immer auch ein Bund sich findet, der im Himmel geschlossen ist, das heißt, wo zwei sich so ergänzen, daß ein voller harmonischer Akkord entsteht, dort soll kein Dritter versuchen, eine Trennung herbeizuführen. Sei es, um Mißklang hineinzubringen, eine Vereinigung unmöglich zu machen oder eine Trennung herbeizuführen, gleichviel, ein solches Unterfangen wäre Sünde. Ein Unrecht, das sich in seiner Wechselwirkung schwer an den Urheber heften muß, da zwei Menschen gleichzeitig davon betroffen werden, und mit diesen auch der Segen, der durch ihr Glück sich ausgebreitet hätte in die grob- und feinstoffliche Welt.
(„Die Ehe“)

In bester Absicht zwar, doch nichtsdestotrotz auf Kosten des Glücks zweier Menschen verhindert Claire die Heirat zwischen Mary Hawkins und Alex Randall. Auch hier kann man Karma und Wechselwirkung erkennen in Claires Trennung von Frank, zuerst durch den Krieg, dann durch die Umstände, ebenso in Claires Trennung von Jamie.

Ringschlüsse finden wir überall, aus welcher Sicht wir Outlander auch betrachten. So muß Claire im Zuge der Handlung letzten Endes wieder in ihre Zeit zurückkehren, um ihre Verbindung zu Frank auszuleben. Ihre Rückkehr bedeutet für ihn nicht nur das Ende von mehr als zwei Jahren Ungewißheit, sondern in einer interessanten Wendung des Schicksals auch die Erfüllung seines Wunsches nach Kindern. Nachdem sich herausgestellt hat, daß Frank und Claire niemals Kinder haben können, ist es nun ausgerechnet Claires mit Jamie gezeugtes Kind, das das Schicksal Frank zuführt. „Einem Kind ohne Vater und einem Mann ohne Kind“, wie der lebensweise Reverend Wakefield seinem erschütterten Freund die Situation darlegt, „ist diese Chance gegeben worden, einander zu finden.“ Sollten sie einander nicht helfen?

Kinder und Vaterschaft

„Ich habe einem anderen Manne meine ganze ungeteilte Liebe geschenkt, wissend, daß ich ihn nicht halten könne. Es brach über mich herein wie ein Sturm und verließ mich ebenso schnell wieder. Nur etwas blieb mir – die Hoffnung auf mein Kind. – Joseph, dieses Kindes wegen komme ich […]; ich bitte nicht für mich!“ […]
Joseph kämpfte. Es galt jetzt zurückzutreten oder sich damit zu begnügen, die Rolle des Vaters und Gatten zu spielen. Maria verhehlte ihm ja nicht, daß sie ihn nicht liebe. […]
Trüben Blickes sah er hinab auf Maria, die er fast nicht wiedererkannte. Wo war ihre Hoheit, ihr Stolz, den er so bewundert hatte? Abgefallen war es, weil sie Furcht hatte vor den Menschen, die […] ihrem Kinde wehtun würden. Irgendwie jammerte es ihn, daß sie sich so ihrem Kleinmut hingab. Aber es erwachte auch eine starke Kraft in ihm; er war bereit, für sie zu sorgen.

(Aus verklungenen Jahrtausenden)

Recht überraschend für eine Geschichte, die sich in hohem Maße der weiblichen Sicht der Dinge widmet, ist ein wiederkehrendes Thema die Frage nach Vaterschaft. Eine bemerkenswert hohe Zahl der männlichen Charaktere der Handlung nimmt – wissentlich oder unwissentlich – Vaterstelle für ein Kind ein, das nicht ihr leibliches ist: Frank Randall, der nicht in der Lage ist, Kinder zu zeugen, akzeptiert Claires und Jamies ungeborenes Kind als sein eigenes. In einer interessanten Parallele dazu heiratet Jack Randall die Verlobte seines sterbenden Bruders und wird somit urkundlich und rechtlich zum Vater ihres ungeborenen Kindes. Reverend Wakefield adoptiert seinen Neffen Roger. Louise überzeugt ihren Ehemann, daß ihr mit Charles Stuart gezeugtes Kind sein eigenes sei. Dougal McKenzie zeugt in Übereinkunft mit seinem älteren Bruder dessen Erben Hamish. In geringerem Maße greift dieses Thema auch, als Jamie sich des elternlosen Fergus’ annimmt sowie im Falle des anfänglichen Verdachtes (und der realen Möglichkeit), Jennys ältester Sohn sei Jack Randalls Kind.
Nicht hoch genug einzuschätzen sind dabei zwei Charaktere, die in der Fülle von Personen und der Dramatik der Handlung leicht übersehen werden: Reverend Wakefield und seine Haushälterin Mrs. Graham. Gleichermaßen weise und bodenständig, sind sie nicht nur Freunde und Vertraute von Claire und Frank individuell, helfen ihnen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, ihre Zweifel zu überwinden, sondern sie werden darüber hinaus zu Beschützern und Bewahrern ihrer Ehe und ihrer Zukunft miteinander.


Es ist auch auffallend, daß für jeden der vier zentralen Charaktere der Geschichte an irgendeinem Punkt die Zeit „stillsteht“. Sie bleiben an einem Punkt in ihrem Leben stehen, bleiben hängen, sei es aus eigenem Entschluß oder aus Fremdverschulden, während für alle anderen Personen das Leben weitergeht. Frank ist gefangen durch Claires Verschwinden; er lebt mehr als zwei Jahre mit der Unsicherheit über ihr Ergehen, ob sie lebt oder tot ist. Jack hat sich fixiert seit dem Tag von Jamies Auspeitschung; für ihn kann nur eine Fortsetzung, das Ausleben seiner Phantasie, Jamie zu brechen, ihn zu besitzen, Lösung bringen. Jamie ist auf seine Art gleich zweimal gefangen, einmal in Bezug auf seine Schwester Jenny, die er vor vier Jahren in einer furchtbaren Situation verlassen mußte (das Wiedersehen belehrt ihn schnell darüber, daß Jenny alles andere als ein hilfloses Opfer ist), und zum zweiten auf grausame Weise durch sein Trauma, das er bei Folterung und Mißbrauch durch Jack Randall erleidet. Claire wiederum kann die Trennung vom Jamie niemals wirklich überwinden. Sie lebt zwanzig Jahre lang ihr Leben an Franks Seite weiter, sieht ihre Tochter aufwachsen, doch ein Teil von ihr bleibt immer der Vergangenheit verhaftet.
In diesem Stehenbleiben, so unverschuldet es teilweise auch sein mag, öffnen alle vier eine Kluft zu den Menschen um sie herum. Ihre Reaktionen auf ihre Mitmenschen, ihr Verhalten ihren Mitmenschen gegenüber entspricht nicht der Realität, die diese Mitmenschen erleben, weil sie sich längst von dem Punkt fortbewegt haben, an dem die Protagonisten noch hängen. Und so verursachen sie emotionale Schmerzen oder werden schuldig. Frank erwartet eine mehr oder weniger lückenlose Fortsetzung seiner Ehe mit Claire, doch für Claire liegen Welten zwischen ihren Gefühlen für Frank vor und nach ihrem Verschwinden. Jack muß erfahren, daß das Erlebnis, das so einschneidend für ihn war, für Jamie keine tiefergehende Bedeutung hatte, und so bindet er ihn in einer grauenhaften Erfahrung an sich und seine innere Finsternis. Claire ist diejenige, die die Folgen von Jamies Trauma am deutlichsten miterleben muß, während Jamie in seinem Versuch, sein Leben dort wieder aufzunehmen, wo er vor vier Jahren damit brach, Jenny verletzt. Und sowohl Frank als auch Brianna sind die Leidtragenden, als Claire jahrelang Vergangenem hinterhertrauert.

… Eure Gedanken sind die Boten, die ihr ausschickt, die mit dem von Euch Gedachten schwer beladen wiederkehren, sei es nun Gutes oder Böses. Es geschieht! Denket daran, daß Euere Gedanken Dinge sind, sich geistig formen, oft zu Gebilden werden, die das Erdenleben Eures Körpers überdauern, dann wird Euch vieles klar.
So kommt es auch, daß es ganz richtig heißt: „denn ihre Werke folgen ihnen nach!“ Gedankenschöpfungen sind Werke, die Euch einst erwarten! Die lichte oder dunkle Ringe um Euch bilden, die Ihr durchwandern müßt, um in die Geisteswelt zu dringen. Kein Schutz, kein Eingriff kann da helfen, weil Ihr die Selbstbestimmung habt. Der erste Schritt zu allem muß deshalb von Euch geschehen. Er ist nicht schwer, er liegt nur in dem Wollen, das sich durch Gedanken kündet. So tragt Ihr Himmel wie die Hölle in Euch selbst.
Entscheiden könnt Ihr, doch den Folgen Euerer Gedanken, Eures Wollens seid Ihr dann bedingungslos verfallen!

(Vortrag „Erwachet!“)

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2 Kommentare

  1. English translation

    Time passes! Times change! We hear this said everywhere, and automatically a picture arises in the spirit: We see changing times marching past us! […]
    Time! Does it really pass? Why does one encounter obstacles when thinking more deeply about this axiom? Simply because the fundamental idea is
    wrong; for time stands still! We, however, hurry towards it! We rush into time, which is eternal, and seek the Truth in it.
    Time stands still. It remains the same, today, yesterday and a thousand years hence! Only the forms change. We plunge into time, to cull from her records for the purpose of enriching our knowledge from what has been collected there! For time has lost nothing, it has recorded all things. It has not changed, because it is eternal.

    (Abd-ru-shin: In the Light of Truth – Grail Message, Lecture “Awake!”)

    The TV series Outlander, so far consisting of two seasons and based on Diana Gabaldon’s successful books, can be watched in several different ways; alternatively, it is a love story, historical fiction, fantasy, and one probably shouldn’t interpret too much into it. Still, in the face of its numerous characters and their interconnected fates over the space of two centuries, especially as the medium film stresses it, questions of a spiritual nature arise.

    The story begins in the autumn of 1945 when former combat nurse Claire Randall travels to Scotland with her husband Frank, to take up their marital life again after years of separation. They have grown apart and are putting their hopes in the healing power of a holiday. During their stay Frank pursues genealogical studies; one of his ancestors was stationed in Scotland as a British officer in the 1740s: Captain Jonathan Randall, known among the locals as “Black Jack”. Claire indulges Frank’s enthusiasm for history, but she becomes friends with Mrs Graham, the housekeeper of Reverend Wakefield where Frank does much of his research. Mrs Graham is a successor of old pagan traditions, she believes in the “supernatural”, is knowledgeable in palmistry and, in the night of Samhain, takes part in a ceremony at the standing stones of Craigh na Dun that Claire and Frank watch in secret. When Claire later returns to the standing stones to gather a plant she has discovered there, she is inexplicably transported back two hundred years into the past. In a Scotland of the 18th century plagued by inner and outer conflicts, Claire finds herself suspected by all sides: The Clan MacKenzie that take her in half as a guest and half as a prisoner think her an English spy; the commander of the nearby Fort Williams, none other than the feared and hated Black Jack Randall, a traitor. Forced by circumstances to marry the young Scot Jamie Fraser, Claire soon comes to deeply love him. But their happiness is being threatened, first by Jack Randall who has developed a dangerous obsession with Jamie, and then by history: Only two years later, as Claire knows, the highland culture is doomed by the second Jacobite rising.

    Since this is a story about time travel, the question of beginning and end is naturally somewhat complicated. Therefore, and because many of its topics have already been addressed in this series of articles, I have decided on an analysis of several isolated aspects.

    The most noticeable theme running through the story is that of an unavoidable destiny. As much as Claire and Jamie try to change history, as little they achieve in the end. Inevitably, the events follow their predetermined course.
    Unintentional guilt is another, tragic theme of the series. For example, it is Jamie’s father of all people who, by expressing his pride on Jamie’s courage, sets in motion a terrible chain reaction. To not disappoint his father, Jamie refuses Jack Randall’s offer of forgoing the second flogging in exchange for sex. Not only is this the beginning of Jack’ fixation on Jamie and of Jamie’s life as an outlaw but watching the brutal, bloody punishment, Jamie’s father suffers a heart attack and dies on the spot. Likewise, Claire’s decision to stay with Jamie instead of returning to her own time not only condemns Frank to a life in uncertainty but also inadvertently gives Jack Randall the key leverage against Jamie.

    Reincarnation and karma

    Here it is a matter of the stern Law of God against seduction and rape. As well as of defilement through thoughts of a secret desire! Even this, as the starting-point of the full evil of a deed, is transgression of the Commandment, bringing punishment in its wake through a karma which in some way or other has indispensably to be redeemed before the soul can again be free from it. […]
    But if the lusting goes even as far as seduction, thus to a gross material deed, then you may well fear the retribution if you are no longer able to atone for it physically and psychically on earth!
    Whether the seduction took place in the most flattering way or by harsh demand, even if […] consent was finally won, the reciprocal action will not be turned aside ther[e]by; it has already set in with the desire, and all shrewdness, all artfulness will only serve to
    aggravate its effect. The ultimate consent does not then cancel it!
    (Abd-ru-shin: The Ten Commandments of God / The Lord’s Prayer, Lecture “The Ninth Commandment”)

    The strategy to cast the same actor as different members of one family tree is not unknown. Rarer because of the theme but also not new is the same strategy in the case of reincarnation. Although it becomes clear very quickly in Outlander that Frank is much more alike his true ancestor Alex Randall than his nominal forefather Jack Randall (which could point to the same, reincarnated soul), the assumption of Frank being Jack’s reincarnation offers far more interesting possibilities. Because if considered from that angle, we find patterns very quickly. Jack Randall is without doubt a character who has extinguished all light, everything good in him and is aware of it. He acts rationally, knowingly. He can control his actions, and he always chooses to act in the worst possible way. At the same time he is highly intelligent, alternatively threatening or winsome, introspective and most of all completely unpredictable. In 1743, Claire and Jack encounter one another for the first time in the Scottish woods. Claire is disoriented, fleeing from a skirmish between supposed Scottish bandits and British soldiers; Jack Randall isn’t puzzled any less by the Englishwoman who wanders around in the wilderness unescorted. But when she tries to flee, it rouses all his worst instincts. Claire escapes an impending rape only by the intervention of Murtagh through whom she meets Jamie and the MacKenzies. Months later, Claire and Jack meet again under very different circumstances. She has sought the help of his superior officer to arrange for an escort to Inverness, is very much the lady, fêted by the English officers who are only too glad to assist their countrywoman. Only during this second meeting, it seems, Jack Randall begins to suspect her of treason, perhaps of espionage. Alone with one another, they have a good conversation during which Claire learns about Jack’s point of view concerning Jamie’s flogging, but also about his self-knowledge. She believes in the latent good in him, and he appears to draw hope from this her belief… only to suddenly drop the civil facade and abuse her as a suspected enemy spy. Again she is saved, but now Jack Randall banks on the law to demand her extradition to the British authorities. In this plight, the law also becomes Claire’s last resort: The only way to prevent her extradition is to legally become a Scotswoman – by marrying Jamie.
    As always it is the third time that has drastic consequences. Claire falls once more into Jack Randall’s hands, is threatened with torture and rape until Jamie appears as her knight in shining armour. But from now on Jack Randall knows about the connection of the two objects of his obsession und knows to use it to his advantage in the ghastliest scene of the series.

    Two picture that ought to be considered as a pair and that, as so many things in Outlander, tell an entire story without words. Black Jack, turning away from the light but still contemplating it even in his self-created darkness.

    Their paths later cross again in France but important is the last meeting of Claire and Jack a few days before the Battle of Culloden in Scotland, two and a half years after their first encounter. Only here Claire (and the audience) learns of the only bright light that „Black Jack“ has preserved in his soul: his younger brother Alexander. Alex, a gentle, kind-hearted young man, loves Jack with all his heart and believes in his better nature, and in return Jack does everything in his power to not disappoint that belief. Mary Hawkins, Alex‘ fiancée, too, only knows this so very different side of her future brother-in-law. But Alex is incurably ill, and even Claire’s healing arts cannot help him. Alex, who wants to see Mary and his unborn child protected and taken care of, asks Jack to marry Mary. Appalled, Jack refuses; he knows only too well what he is capable of, and the two people who mean the most to his beloved brother are the last ones he wants to expose to the danger. In this situation Claire and Jack come together for the first and only time in an honest and open conversation. Claire agrees with Alex; only a marriage, she argues, entitles Mary and her child in the case of Jack’s death to his property and his officer’s pension. So, in face of his prophesised death in the coming battle Jack finally agrees. Alex survives the marriage only by hours, and with his death the last bit of hope, perhaps of humanity in Jack Randall is extinguished.

    Marriage in light, marriage in shadows

    Fast forward two hundred years.

    After years of separation, Claire and Frank Randall are trying to take up their marriage again in 1945. They have grown apart, are finding happy and tender moments, but their former harmony does not return and their childlessness increasingly proves to be a problem. The impression is that Frank loves Claire more than she loves him. Past and present meet when Frank researches his (alleged) ancestor Jack Randall in Scotland and on mystical Hallowe’en sees the ghost of a Highlander who stares up at Claire’s window – only to vanish into thin air when addressed. Uneasy, Frank asks Claire about Scotsmen among the soldiers she nursed during the war; she quickly realises his doubts about her faithfulness. But Frank assures her he will forgive her anything, always love her, no matter what.

    When Claire vanishes without a trace, Frank lives for the next two and a half years in a hell of worry and uncertainty. Police and friends try to convince him that Claire has left him for another man; he does not accept this explanation.
    Claire’s return means everything to him. But the distance between them has grown immeasurable. Claire doesn’t love him anymore, and she is pregnant by another man. After a hard inner battle, however, Frank stays true to his word and his love. He forgives Claire, he accepts her child as his own.

    Those willing to can recognise parallels and karma. Claire and Jamie who both withdraw from Frank; the abandonment, fear, worry to which he once condemned others; again and again the topic “child” in which perhaps a connection to Jack’s many rapes can be seen. Jack’s clear (if shown in his twisted way) liking for Claire and the unresolved karma that binds them together reunite them in their 20th century lives.
    If one looks for a redeeming element in Jack’s/Frank’s story, one undeniably finds it in his (foster) daughter Brianna who loves him and even follows in his footsteps professionally, who as it appears is closer to him than to her mother.

    The one who forms is bound to his own work, even if he has intended it for others!
    If therefore a man today decides to do another an ill turn, either in thought, word or deed, he has thereby „put something into the world“, quite irrespective of whether this is generally visible or not, thus whether gross material or ethereal; it has within it[self] power and therefore life, which continues to develop and work on in the desired direction. […]
    Here the Law of Reciprocal Action takes effect in that every single product in its movement through the Universe attracts, or is itself attracted by, various similar species, through whose union a source of power then comes into being, which sends back as from a power station reinforced power of the same kind to all those who through their products are connected as if by cords with the assembly-point of similar species.
    Through this reinforcement an ever greater density also occurs until there finally arises from it a gross material precipitation, in which the one-time producer must now live and experience to the full what he once willed, in order at last to be freed from it.
    That is the origin and development of the so dreaded and misunderstood fate! […]
    Many are alarmed at this and afraid of what they still have to expect from the past through the reaction in accordance with these Laws.
    But such are unnecessary worries for those who are in earnest about the good volition;
    for in the self-acting Laws also lies at the same time the certain guarantee of mercy and forgiveness!
    Quite apart from the fact that, with the firm beginning of the good volition, a limit is immediately set for the point where the chain of evil reactions must come to an end, yet another process of immense importance comes into force:
    Through the continuing good volition in every thought and deed, a constant reinforcement also flows retroactively from the homogeneous source of power, so that the good becomes more and more firmly established in man himself, emerges from him, and first of all forms accordingly the ethereal surrounding that envelops him like a protective covering […].
    Now when evil reactions from the past return to this man to be redeemed, they slide off the purity of his surrounding or covering, and are thus deflected from him.
    But should they nevertheless penetrate this covering, the evil radiations are either immediately disintegrated or at least appreciably weakened so that the harmful effect cannot manifest at all, or only to a very minor extent.
    In addition, through the resulting transformation, the actual inner man to whom the returning radiations are adjusted has also become much more refined and lighter through the continuous striving for the good volition, so that he no longer has any homogeneous affinity with the greater density of evil or base currents. Similar to wireless telegraphy, when the receiver is not tuned in to the energy of the transmitter.
    The natural consequence of this is that the denser currents, because they are of a different species, cannot take hold of anything, and thus pass harmlessly through without evil effect, redeemed by some unconscious symbolic action, the various kinds of which I will speak about at some later time.

    (In the Light of Truth – Grail Message, Lecture „Fate“)

    A similar interpretation of the same actor/actress as reincarnation can be applied in the case of Geillis/Gillian… and of course Claire herself.

    Wherever one finds a union that is made in heaven, that is where two people so complement each other that a full and harmonious chord results, there no third person shall attempt to bring about a separation. Whether it be to create discord, to make a union impossible, or to cause a separation, whatever the case, such an attempt would be a sin! It would be an injustice which in its reciprocal action must cling heavily to its originator, since two persons would be simultaneously affected by it, together with the blessing which through their happiness would have spread throughout the Gross Material and Ethereal Worlds.
    (“Marriage”)

    With the best of intentions but nevertheless at the cost of the happiness of two people, Claire prevents the marriage of Mary Hawkins and Alex Randall. Here, too, karma and reciprocal action can been seen in Claire’s separation from Frank, first by the war, then by circumstances, as well as in her separation from Jamie.

    Closing circles are everywhere, from whichever point of view one looks at Outlander. As such, Claire has to return to her own time in the course of the story, to live out her connection to Frank. Her return marks not only the end of more than two years of uncertainty for him but in an interesting turn of events also the fulfilment of his longing for a child. After it turned out that Frank and Claire can never have children, it is Claire’s child with Jamie whom fate leads to Frank. „A child without a father and a man without a child,“ as wise Reverend Wakefield presents the situation to his shaken friend, “have been given this chance to find one another.”

    Children and fatherhood

    „I have given my whole, undivided love to another man, knowing that I could not hold him. It broke over me like a storm, and left again just as quickly. Only one thing remained for me – the expectation of my child. – Joseph, I come for the sake of this child […]; I do not ask for myself!“ […]
    Joseph struggled. It was now a question of either withdrawing or accepting the role of husband and father. After all, Mary was not hiding from him that she did not love him. […]
    His eyes were dim as he looked down on Mary, who was almost unrecognisable. Where was her nobility, her pride, which he had admired so much? It had fallen away, because she was afraid of the people who would hurt […] her child. Somehow it grieved him that she yielded so to her despondency. But a great strength also awakened in him; he was ready to take care of her.

    (From Past Millennia)

    Quite surprising for a story that to a great extent devotes itself to the female view of things is the recurrent theme of the question of fatherhood. A remarkably high number of male characters in the story take on – knowingly or unknowingly – the role of father for a child not their own: Frank Randall who is unable to sire children, accepts Claire and Jamie’s unborn child as his own. In an interesting parallel to this, Jack Randall marries his dying brother’s fiancée of and thereby becomes, legally and in the records, the father of her unborn child. Reverend Wakefield adopts his nephew Roger. Louise convinces her husband that her child with Charles Stuart is his. Dougal MacKenzie sires his older brother’s heir with Colum’s agreement. To a lesser extent this theme also applies to Jamie taking in parentless Fergus and to his suspicion (and the real possibility) of Jenny’s son being Jack Randall’s child.

    Two characters whose importance cannot be overstated but who easily get overlooked among the multitude of persons and the drama of the story are Reverend Wakefield and his housekeeper Mrs Graham. Both wise and down-to-earth, they are not only friends and confidants of Claire and Frank individually, helping them to process their experiences and to overcome their doubts; but beyond that, they also become the protectors and keepers of their marriage and their future together.

    It is also noticeable that for all four of the story’s central characters, time “stands still” at some point. They stop at some point in their lives, get caught, be it of their own volition or by some other person’s doing, while life goes on for everyone else. Frank is caught by Claire’s disappearance; he lives for more than two years in uncertainty about her fate, whether she is alive or dead. Jack has fixed himself on the day of Jamie’s flogging; only continuing, living his fantasy to break Jamie, to possess him, can free him. Jamie is a prisoner not once but twice, once concerning his sister Jenny whom he had to leave four years ago in a terrible situation (the reunion soon teaches him that Jenny is anything but a helpless victim), and twice cruelly by his trauma that he suffers during the torture and rape at Jack Randall’s hands. Claire in turn never really gets over the separation from Jamie. She lives her life at Frank’s side for twenty years, watches her daughter grow up, but a part of her is always stuck in the past.
    In this stopping, even if it happens through no fault of their own, all four of the characters open up a gap to the people around them. Their reactions to their fellow men, their behaviour towards them does not tally with the reality experience by those fellow men because they have long moved on from the place that the protagonists still inhabit. And so they hurt others emotionally or become guilty. Frank expects a more or less seamless continuation of his marriage with Claire but for Claire, her feelings for Frank before and after her disappearance are worlds apart. Jack has to learn that the experience that was so important to him did not have the same significance for Jamie at all, and so he binds him in a horrific experience to himself and his inner darkness. Claire is the one who has to experience the consequences of Jamie’s trauma most closely, while Jamie hurts Jenny in his attempt to pick up his life where he left it four years ago. And both Frank and Brianna are the ones to suffer when Claire mourns the past for years.

    … [Y]our thoughts are the messengers you send forth, which return heavily laden with similar thought-forms, good or evil as the case may be. This actually happens! Remember that your thoughts are realities that shape themselves spiritually, often becoming forms outliving the earth-life of your body, then much will become clear to you.
    Thus it is quite rightly said: “For their works will pursue them!” Thought-creations are works which will one day await you! Which form light or dark rings around you, which you must traverse in order to enter the spiritual world. Neither protection nor intervention can help in this, because the decision lies with you. Therefore you yourself must take the first step in everything. This is not difficult; it lies solely in the volition, which expresses itself through thoughts. Thus you carry heaven or hell within you.
    You are free to decide, but you are then irrevocably subject to the consequences of your thoughts, of your volition!

    (Lecture “Awake!”)

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  2. Pingback: Outlander: A Story in Pictures. Part 1 | Clarissa Schnabel

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