Von Trollen und Ironie

Eineinhalb Jahre nach dem Fakt entdeckt, daß mir der leicht trollisch veranlagte Kommentator auf Wikipedia eine Antwort hinterlassen hat (ebenfalls um ein halbes Jahr verspätet). Natürlich werde ich seine Anmache nicht noch würdigen; don’t feed the troll und all das. Aber seine Bemerkung zu den Verlagen (er hat offenbar noch nie versucht, ein Manuskript bei einem Verlag unterzubringen) erinnerte mich daran, daß ich noch nie erwähnt habe, wie es damals ging, als ich eben dieses versuchte.
Rowohlt und Osburg hatten Interesse an dem Manuskript. Gerade über Rowohlt als Verleger hätte ich mich sehr gefreut, wegen der Verbindung, die Marta Hillers und insbesondere Kurt Marek zu diesem Verlag hatten. Aber am Ende lehnten beide Lektoren bedauernd ab, weil ihnen das Manuskript „zu akademisch“ war, mit all den Zitaten und Quellenangaben. Sie glaubten nicht, daß dieser Stil ein breiteres Publikum anspräche. Da ich ein komplettes Umschreiben des Manuskripts ablehnte, veröffentlichte ich am Ende über Books on Demand.

Es ist schon ironisch, daß mich genau diese Tatsache nun einerseits daran hindert, die Biographie als Quelle auf Wikipedia anzugeben, und andererseits Zweiflern wie dem anonymen Kommentator vermeintlich als Munition dient. Und daß das Manuskript akademischen Verlagen vermutlich als zu populärwissenschaftlich erschienen wäre. Es ist eine gute Sache, daß ich Ironie sehr zu schätzen weiß.

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