Smashing Times auf Tournee

Die irische Theatergruppe Smashing Times wird u. a. mit The Woman is Present in der 46. Kalenderwoche auf Deutschlandbesuch sein: http://theaterlabor.de/th_gallery/krise-trauma-hoffnung

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Gedanken zu Eine Frau in Berlin

Ich liebe Leserdiskussionen und Lesermeinungen. Nicht nur, daß sie – wie jede Bewertung – viel über den Schreiber aussagen; ich finde immer wieder Blickwinkel, die ich noch nie bedacht habe und Kommentare, von denen ich mir wünschte, sie geschrieben zu haben.
Auf Goodreads existieren zwei Buchgruppen, die sich Martas Buches angenommen haben:

https://www.goodreads.com/topic/show/17979722-a-woman-in-berlin
Wundervolle Diskussionen und definitiv so manches Mal ein Anlaß für mich zu sagen: „Ja, so hättest du das formulieren sollen…“

https://www.goodreads.com/topic/show/18213481-f2f-book-discussions-f2f57-september-2016-a-woman-in-berlin-attribu

Von Trollen und Ironie

Eineinhalb Jahre nach dem Fakt entdeckt, daß mir der leicht trollisch veranlagte Kommentator auf Wikipedia eine Antwort hinterlassen hat (ebenfalls um ein halbes Jahr verspätet). Natürlich werde ich seine Anmache nicht noch würdigen; don’t feed the troll und all das. Aber seine Bemerkung zu den Verlagen (er hat offenbar noch nie versucht, ein Manuskript bei einem Verlag unterzubringen) erinnerte mich daran, daß ich noch nie erwähnt habe, wie es damals ging, als ich eben dieses versuchte.
Rowohlt und Osburg hatten Interesse an dem Manuskript. Gerade über Rowohlt als Verleger hätte ich mich sehr gefreut, wegen der Verbindung, die Marta Hillers und insbesondere Kurt Marek zu diesem Verlag hatten. Aber am Ende lehnten beide Lektoren bedauernd ab, weil ihnen das Manuskript „zu akademisch“ war, mit all den Zitaten und Quellenangaben. Sie glaubten nicht, daß dieser Stil ein breiteres Publikum anspräche. Da ich ein komplettes Umschreiben des Manuskripts ablehnte, veröffentlichte ich am Ende über Books on Demand.

Es ist schon ironisch, daß mich genau diese Tatsache nun einerseits daran hindert, die Biographie als Quelle auf Wikipedia anzugeben, und andererseits Zweiflern wie dem anonymen Kommentator vermeintlich als Munition dient. Und daß das Manuskript akademischen Verlagen vermutlich als zu populärwissenschaftlich erschienen wäre. Es ist eine gute Sache, daß ich Ironie sehr zu schätzen weiß.

Ironie

Oder: Was eine Google-Suche so alles enthüllt.

Wikipedias Quellen-Richtlinien leuchten mir nicht ganz ein. Stellte nun fest, daß meine englische Artikelserie zu Marta im Berlin-Tempelhof-Eintrag zitiert wurde und das offenbar den Regeln entspricht. Meine Biographie als solche, von der die Blogserie ja nur eine übersetzte Kurzfassung ist, würde den Regeln allerdings nicht entsprechen, weil sie eine On-demand-Veröffentlichung ist. Hm.

Oh, und übrigens ist die Serie auf DVD erhältlich und diente als Grundlage für den Film A Woman in Berlin. Ich sollte dringend meine Tantiemen einfordern.

Rumours, exaggerations, and misunderstandings

An episode on BBC Radio 4 that I discovered only recently dealt, among other things, with A Woman in Berlin.
It was broadcast in 2013, so I will grant that the attendants couldn’t know any better since neither my German biography of Marta Hillers nor its abridged English version existed back then. So they simply repeated the usual rumours (which, however, are very hard to kill even now). But things took a bizarre turn when they actually stated that the German government banned the book in 1959/1960.
In that spirit, I want to address a few of the most persistent falsehoods attached to A Woman in Berlin. No, the book was never banned, neither by the government nor anyone else. It was never taken off the market; it simply never saw a second print run. There was no widespread outrage about the book. There were hardly even any reviews, and most of the few that I did manage to find were positive.

Some reviewers today, mainly from the US, are claiming that Marta Hillers lived in East Berlin in the spring of 1945. That’s simply a case of not knowing the facts about the fall of Berlin. During the time covered by Marta’s narrative there was no East and West Berlin yet, no Soviet zone. The Red Army conquered Berlin as a whole, plain and simple. US and other Allied troops didn’t move in until a while afterwards – in fact, Marta wrote about it in her book! And she never lived in East Berlin. It was Tempelhof at first, later Zehlendorf, both in the American sector or zone.

Die Kuckucks auf DVD

Da sich bei der DEFA-Stiftung *lange* Zeit nichts Neues in Sachen ihrer DVD-Serie „Brüche und Kontinuitäten“ tat, gab ich irgendwann auf, regelmäßig nach den Kuckucks Ausschau zu halten. Inzwischen aber ist der Film veröffentlicht: https://www.amazon.de/sagen-unseren-Kindern-Kuckucks-DVDs/dp/B01N6JNNIC/ref=sr_1_1?s=dvd&ie=UTF8&qid=1489580643&sr=1-1&keywords=B01N6JNNIC

Nirgendwo erwähnt findet man natürlich, daß Marta Hillers Co-Autorin des Drehbuchs war (unter ihrem Pseudonym Marta Moyland), gemeinsam mit Robert Stemmle. Ich schrieb bereits, daß sie eine idealisierte Version ihres Großcousins Hans Wolfgang Hillers in Gestalt von Heinz Krüger in der Handlung unterbrachte, komplett mit einem (fast) Originalzitat seiner selbst aus dem Theaterstück Die Töchter des Präsidenten, das die beiden Hillerse auch als Drehbuch der DEFA angeboten hatten.


Now available on DVD is DEFA film Die Kuckucks for which Marta Hillers co-wrote the script (under her pseudonym Marta Moyland), together with Robert Stemmle. I already mentioned that she put an idealised version of her cousin Hans Wolfgang Hillers into the story, in the character of Heinz Krüger, complete with an (almost) original quote of his from the play Die Töchter des Präsidenten which the two Hillers had also offered to DEFA as a movie script.